G8-Umweltkonferenz: Kyoto-Protokoll soll spätestens 2002 in Kraft treten

Auf der Umweltministerkonferenz der G8-Staaten vom 2. bis 4. März 2001 in Triest haben sich die Teilnehmer darauf geeinigt, die Voraussetzungen für das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls bei der Weltklimakonferenz zu schaffen, die im Juli in Bonn fortgesetzt werden soll.  Das Kyoto-Protokoll von 1997 sieht vor, dass der weltweite CO2-Ausstoß bis…

Auf der Umweltministerkonferenz der G8-Staaten vom 2. bis 4. März 2001 in Triest haben sich die Teilnehmer darauf geeinigt, die Voraussetzungen für das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls bei der Weltklimakonferenz zu schaffen, die im Juli in Bonn fortgesetzt werden soll.  Das Kyoto-Protokoll von 1997 sieht vor, dass der weltweite CO2-Ausstoß bis 2012 um 5,2 Prozent unter den Stand von 1990 gesenkt wird. An der Konferenz nahmen Vertreter der führenden Industriestaaten und Russlands sowie eine Abordnung der Europäischen Kommission teil. Die USA vertrat die neue Leiterin der Umweltbehörde „Environmental Protecion Agency“ (EPA), Christine Todd Whitman.

Bisher wurde das Abkommen von den USA noch nicht unterzeichnet. Nach Auskunft von Bundesumweltminister Jürgen Trittin waren sich die Vereinigten Staaten aber mit allen anderen Teilnehmern einig, dass die ökologische Verpflichtung des Kyoto-Protokolls gewahrt werden muss. Ihn freue besonders, dass die neue US-Administration diesem Kurs zustimme. Zu einer ähnlichen Feststellung kamen auch die Wissenschaftler des Klimaausschusses der Vereinten Nationen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC). Ihr Treffen in Accra, Ghana, führte zu dem Ergebnis, dass nur eine rasche, intelligente und dauerhafte Kurskorrektur die Folgen des Klimawandels mildern könne.

Information zum IPCC inklusive Abschlussbericht: http://www.ipcc.ch

07.03.2001   Quelle: Bundesumweltministerium

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