BP baut Solarfabrik in Niedersachsen

Die Deutsche BP AG und BP Solar wollen in Hameln eine Fertigungsanlage mit 20 MW Jahreskapazität errichten. Der Baubeginn wird noch für dieses Jahr erwartet, mit der Fertigstellung und dem Produktionsbeginn rechnet das Unternehmen im 4. Quartal 2002.   Die Entscheidung, die am 23.04.2001 auf der Hannover Messe bekannt gegeben…

Die Deutsche BP AG und BP Solar wollen in Hameln eine Fertigungsanlage mit 20 MW Jahreskapazität errichten. Der Baubeginn wird noch für dieses Jahr erwartet, mit der Fertigstellung und dem Produktionsbeginn rechnet das Unternehmen im 4. Quartal 2002.   Die Entscheidung, die am 23.04.2001 auf der Hannover Messe bekannt gegeben wurde, fiel vor dem Hintergrund des schnell wachsenden deutschen und globalen Photovoltaik-Marktes.

Künftig werden in Hameln kristalline Solarzellen, die BP in Madrid herstellt, durch Fachkräfte zu Modulen zusammengesetzt und mit einem Elektroanschluss versehen. Aus diesen Modulen können anschließend Solarpanele gefertigt werden. Mit einer Gesamtinvestition von rund 30 Millionen Mark sollen in Hameln über 100 Arbeitsplätze entstehen. Im Rahmen der Ansiedlungsbeihilfen fördert das Land Niedersachsen das Projekt mit 10%. Eine im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium durchgeführte Marktforschungsstudie hatte ein beachtliches Potenzial für Photovoltaik und die Wirtschaftlichkeit einer sogenannten „Module Assembly“ in Deutschland belegt.

Der Generaldirektor von BP Solar, Harry Shimp, kommentierte das Projekt: „Die Solarindustrie wächst schnell, und Deutschland ist einer der führenden Märkte. Wir erwarten auch für die Zukunft ein kontinuierliches kräftiges Wachstum. Die Solarfabrik in Niedersachsen wird eine wichtige Rolle bei der Versorgung des Solarmarktes in Deutschland, aber auch im Ausland spielen.“ Die Jahreskapazität der neuen Solarfabrik (20 Megawatt) entspricht dem Stromverbrauch einer Stadt mit etwa 16.000 Einwohnern. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Deutsche BP AG, Peter Knoedel, ergänzt: „Die Solarenergie als umweltfreundliche Energie spielt eine wichtige Rolle in der Stromversorgung in Deutschland. Wir freuen uns, mit unserer Solarfabrik zu einer positiven Veränderung in der Lebensqualität der Menschen beitragen zu können.“

Jedes installierte Kilowatt Photovoltaik-Leistung spart nach Angaben von BP rund 1 Tonne CO2-Emissionen pro Jahr. Eine Kilowattstunde Solarstrom koste derzeit 1,40 bis 1,80 DM. (Module / Installation / Wartung auf 20 Jahre). Die Kosten für ein Solarkraftwerk Solaranlage mit einer Spitzenleistung von 3 Kilowatt (kWp) für ein Einfamilienhaus beziffert BP mit rund 40.000 Mark; bei einer Haltbarkeit der PV-Anlage von 30 Jahren. Eine Halbierung der Kosten ist laut Einschätzung von BP Solar in den nächsten 5 Jahren möglich.

26.04.2001   Quelle: Deutsche BP AG

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