Energieagentur NRW stellt Berufsbild des Solarteurs vor

Die ersten beiden Solarteure Deutschlands arbeiten für die Energieagentur in Wuppertal. Die Landeseinrichtung wird das noch junge Berufsbild und ihre beiden neuen Mitarbeiter im Rahmen der Handwerksmesse Köln vom 13. bis 17. Juni vorstellen.   Beide Fachkräfte für Solarenergie werden am Stand des Landes Nordrhein-Westfalen anwesend sein und Rede und…

Die ersten beiden Solarteure Deutschlands arbeiten für die Energieagentur in Wuppertal. Die Landeseinrichtung wird das noch junge Berufsbild und ihre beiden neuen Mitarbeiter im Rahmen der Handwerksmesse Köln vom 13. bis 17. Juni vorstellen.   Beide Fachkräfte für Solarenergie werden am Stand des Landes Nordrhein-Westfalen anwesend sein und Rede und Antwort stehen.

Rund 90 Solarteure aus ganz Deutschland wurden bislang im Rahmen einer Qualifizierungsmaßnahme des Handwerkskammer-Bildungszentrums Münster ausgebildet. Ein Solarteur hat als Fachkraft für umweltschonende Energietechnik unter anderem die Aufgabe, Kunden beim Aufbau von Solar- und Windenergieanlagen zu unterstützen. Das Berufsbild entstand im Zuge der steigenden Nachfrage nach Solaranlagen und anderen umweltschonenden Energietechniken. Parallel zum theoretischen Unterricht im Bildungszentrum werden praktische Kenntnisse und Fertigkeiten in Planung, Organisation, Aufbau, Umbau und Wartung energietechnischer Anlagen vermittelt. Hier geht es um solarthermische und photovoltaische Anlagen, Windkraftanlagen, Blockheizkraftwerke, Wärmepumpen und Anlagen zur Biomassenutzung. „Dieser Begriff Solarteur ist – genau genommen – verkürzt, ein Solarteur kann mehr“, erklärt einer der beiden ersten Solarteure, Diplom-Bauingenieur Günter Neunert.

Die Qualifizierungsmaßnahme, an der Neunert ein Jahr lang teilgenommen hat, wird in Nordrhein-Westfalen nur vom Handwerkskammer-Bildungszentrum in Münster durchgeführt. Derzeit werden dort zwei Varianten angeboten. Die berufsbegleitende Ausbildung findet abends oder an Wochenenden statt. Das zweite Angebot richtet sich an arbeitslose Ingenieure, Meister, Techniker und Gesellen mit Berufserfahrung: Sie werden ganztägig ausgebildet. Diese Fachkräfte aus der Versorgungstechnik, vom Bau, aus dem Elektrohandwerk und dem Bereich Sanitär-Heizung-Klima können sich innerhalb eines Jahres (inklusive eines dreimonatigen Praktikums) zum Solarteur weiterbilden. Nach bestandener Prüfung können die Teilnehmer als „Fachkraft für Solartechnik“, „Fachkraft für umweltschonende Energietechnik“ (anerkannte Kammerprüfung) und „Gebäudeenergieberater“ tätig werden.

15.06.2001   Quelle: Energieagentur Nordrhein-Westfalen

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