Aufruf zur Welt-Klima-Konferenz: Erneuerbaren Energien den Vorrang geben

Im Vorfeld des Klima-Gipfels (18. – 27. Juli in Bonn) hat der Vorsitzende des Weltrats für Erneuerbare Energien (World Council for Renewable Energy) und EUROSOLAR-Präsident, Hermann Scheer, der Presse ein Memorandum zum Klimaschutz vorgestellt.  Der Weltrat fordert, die erneuerbaren Energiequellen umgehend global zu nutzen und beschreibt praktische Schritte auf dem…

Im Vorfeld des Klima-Gipfels (18. – 27. Juli in Bonn) hat der Vorsitzende des Weltrats für Erneuerbare Energien (World Council for Renewable Energy) und EUROSOLAR-Präsident, Hermann Scheer, der Presse ein Memorandum zum Klimaschutz vorgestellt.  Der Weltrat fordert, die erneuerbaren Energiequellen umgehend global zu nutzen und beschreibt praktische Schritte auf dem Weg dorthin. „Erneuerbare Energien bieten eine komplette Antwort. Nur auf diese Art und Weise können das Klima stabilisiert und die ökologischen Katastrophen minimiert werden, und jede Nation kann an der dauerhaften und ungestörten ökonomischen Entwicklung teilhaben,“ argumentiert der Weltrat in seiner Denkschrift.

Der Ansatz des Weltrats für Erneuerbare Energien enthält konkrete Vorschläge für die Staaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Cooperation and Developemt; OECD): Einführungsquoten für Erneuerbare Energien sollen die CO2-Reduktionsziele des Kyoto-Protokolls ersetzen, die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) soll die Regierungen bei der Umsetzung beraten. Der ungehinderte und zollfreie internationale Handel mit Anwendungstechnologien, Einspar- und Effizienzverfahren sei ebenso unabdingbar wie die Einführung eines weltweiten Qualitätsstandards.

Die Hauptschwierigkeiten, auf dem Gipfeltreffen eine Vereinbarung zu erreichen, bestünden darin, dass die beteiligten Regierungen eine Bedrohung der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Länder durch die geforderten Maßnahmen zur Reduktion von CO2-Emissionen fürchteten und Vorteile wie die beschäftigungswirksamen Effekte durch Innovationen im Bereich neuer Energietechnologien nicht sähen.

17.07.2001

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