Bundesrat stimmt Energieeinsparverordnung zu

Mit geringfügigen Änderungen hat die Vertretung der Bundesländer am 13.07.2001 der von der Bundesregierung bereits im März dieses Jahres vorgelegten Energieeinsparverordnung (EnEV) zugestimmt.   Die Regierung rechnet nun damit, dass die Verordnung noch in diesem Jahr, spätestens aber Anfang kommenden Jahres in Kraft treten wird. Mit der neuen Energieeinsparverordnung wird…

Mit geringfügigen Änderungen hat die Vertretung der Bundesländer am 13.07.2001 der von der Bundesregierung bereits im März dieses Jahres vorgelegten Energieeinsparverordnung (EnEV) zugestimmt.   Die Regierung rechnet nun damit, dass die Verordnung noch in diesem Jahr, spätestens aber Anfang kommenden Jahres in Kraft treten wird.

Mit der neuen Energieeinsparverordnung wird der Niedrigenergiehausstandard bei neuen Gebäuden zur Regel. Der Heizenergiebedarf von Neubauten wird um rund 30 % gegenüber den heutigen Anforderungen gesenkt. Auf der Grundlage neuer europäischer und nationaler technischer Normen soll erstmals auch die Effizienz der Anlagentechnik in die Bewertung der energetischen Qualität von Gebäuden einbezogen werden. Damit bleibt es den Bauherrn und Planern freigestellt, mit welchen Maßnahmen sie die vorgegebenen Zielwerte erreichen: Durch verstärkten Wärmeschutz, anspruchsvollere Anlagentechnik, den Einsatz erneuerbarer Energiequellen oder Konzepte zur Wärmerückgewinnung.

Für Neubauten wird künftig ein so genannter Energiebedarfsausweis vorgeschrieben, der wichtige Informationen zu den energetischen Eigenschaften des Gebäudes enthält. Noch beträchtliche Energiesparpotenziale bestehen laut Bundeswirtschaftsministerium im Altbaubestand. Auch diese Reserven sollen – bei ohnehin anstehenden Modernisierungsmaßnahmen – mit der Verordnung verstärkt mobilisiert werden. In erster Linie sieht die Verordnung vor, dass in den nächsten Jahren etwa zwei Millionen vor dem 1. Oktober 1978 eingebaute, ineffiziente Heizkessel erneuert beziehungsweise ausgetauscht werden

17.07.2001   Quelle: BMWi

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