Größtes europäisches Binnenwindgebiet eröffnet

Vier Windparks mit einer Gesamtleistung von 105 Megawatt bilden das Windgebiet „Sintfeld“ bei Paderborn (Nordrhein-Westfalen). Die 65 Anlagen sollen ab Ende 2001 etwa 180 Millionen Kilowattstunden Strom jährlich produzieren.   Dies entspräche dem Energiebedarf von über 50.000 Haushalten. Bundesumweltminister Jürgen Trittin erklärte bei der Eröffnung, von dem dezentralen Ausbau der…

Vier Windparks mit einer Gesamtleistung von 105 Megawatt bilden das Windgebiet „Sintfeld“ bei Paderborn (Nordrhein-Westfalen). Die 65 Anlagen sollen ab Ende 2001 etwa 180 Millionen Kilowattstunden Strom jährlich produzieren.   Dies entspräche dem Energiebedarf von über 50.000 Haushalten. Bundesumweltminister Jürgen Trittin erklärte bei der Eröffnung, von dem dezentralen Ausbau der erneuerbaren Energien profitierten besonders die strukturschwachen ländlichen Regionen und der Mittelstand. Im Windgebiet Sintfeld erhielten die Grundstückseigentümer, in der Mehrzahl Landwirte, im Rahmen eines Verpachtungsmodells zwischen 800 und 1200 DM pro Hektar für die Nutzung ihrer Flächen. Dies entspräche rund 5 Prozent des Erlöses aus der eingespeisten Energiemenge oder ungefähr dem Erlös einer zweiten Ernte.

Die Windenergie trägt nach Angaben des Bundesumweltministeriums bereits 2,5 Prozent zur Stromerzeugung bei. Ihre Vorreiterrolle bei der Nutzung erneuerbarer Energien soll weiter fortgeschrieben werden. Mehr als die Hälfte des Windstroms in Europa und über ein Drittel der Weltproduktion dieser Energieform würden in Deutschland erzeugt. Auch auf den Arbeitsmarkt wirke sich der Aufschwung in der Windwirtschaft positiv aus: Inzwischen fänden 30.000 Menschen Arbeit in dieser Branche. Ziel der Bundesregierung sei es, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bis 2010 auf 12,5 Prozent zu verdoppeln. Dabei spiele neben der Windkraft zunehmend die Biomasse eine Rolle.

28.08.2001   Quelle: BMU

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