„Solar-na-klar“: Kürzung der Förderung gefährdet Solarwärmemarkt

Die Senkung der Fördersätze und des Fördervolumens für Solarwärmeanlagen im Juli des Jahres sei „ein Schlag ins Kontor für den Solarwärmeboom“, kritisiert die bundesweite Solarkampagne die Politik des Bundeswirtschaftsministeriums.  Das Kampagnenteam mit Prof. Dr. Maximilian Gege an der Spitze habe die Lobbyarbeit in Richtung Berlin verstärkt, erklärte „Solar – na…

Die Senkung der Fördersätze und des Fördervolumens für Solarwärmeanlagen im Juli des Jahres sei „ein Schlag ins Kontor für den Solarwärmeboom“, kritisiert die bundesweite Solarkampagne die Politik des Bundeswirtschaftsministeriums.  Das Kampagnenteam mit Prof. Dr. Maximilian Gege an der Spitze habe die Lobbyarbeit in Richtung Berlin verstärkt, erklärte „Solar – na klar!“ in einer Pressemitteilung. In Briefen an Bundeskanzler Schröder, Wirtschaftsminister Müller, Umweltminister Trittin und die Mitglieder der Umwelt-, Wirtschafts- und Haushaltsausschüsse des Bundestages will die Kampagne für eine deutliche Verbesserung der Förderbedingungen eintreten.

Durch die Einschnitte im Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien sei mindestens ein Drittel des Solarwärmemarktes gefährdet. In einem Positionspapier legte die Kampagne dar, wie durch ein „1,5 Millionen Dächer-Programm“ für die Solarthermie bis zum Jahr 2005 nahezu 50.000 Arbeitsplätze geschaffen werden könnten und bei einem Investitionszuschuss von 15 % pro Solaranlage ein Plus für den Staatshaushalt möglich sei: Jede Mark, mit der solarthermische Anlagen gefördert würden, bringe direkte Einnahmen von 2,50 Mark in Form der Mehrwert-, Einkommens- und Unternehmenssteuern sowie durch Sozialbeiträge der Solarbranche.

Die Solarkampagne fordert die kontinuierliche Unterstützung des Solarmarktes: Das Fördervolumen müsse im kommenden Jahr gegenüber den 300 Millionen DM im Jahr 2001 erhöht werden, damit das Marktanreizprogramm den Solarboom weiter reibungslos unterstützen könne. Nach 2002 solle die Solar-Förderung von der haushaltsgebundenen Zuschussförderung auf eine unbürokratische Zulagenförderung für Neu- und Altbauten umgestellt werden. Eine Öko-Zulage für Solarwärmeanlagen und die „solare Heizungsmodernisierung“ in Höhe von mindestens 15 % der Investition böte die große Chance, die kurz- und mittelfristigen Potenziale für den Marktdurchbruch auszuschöpfen.

12.09.2001   Quelle: „Solar – na klar!“; B.A.U.M.

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