Forschung: Solarzellen von der Rolle

Solarzellen einer ganz neuen Art sind Gegenstand des Projekts INNOCIS, an dem sich insgesamt 16 Partner unter der Federführung der Leipziger Solarion GmbH beteiligen. Das Vorhaben „Innovative kostengünstige, flexible CIS-Photovoltaik“ (INNOCIS) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt.   Die Forschungseinrichtungen und privaten Unternehmen aus Sachsen wollen neuartige,…

Solarzellen einer ganz neuen Art sind Gegenstand des Projekts INNOCIS, an dem sich insgesamt 16 Partner unter der Federführung der Leipziger Solarion GmbH beteiligen. Das Vorhaben „Innovative kostengünstige, flexible CIS-Photovoltaik“ (INNOCIS) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt.   Die Forschungseinrichtungen und privaten Unternehmen aus Sachsen wollen neuartige, flexible Dünnschichtsolarzellen aus Kupfer-Indium-Diselenid (CIS) entwickeln und herstellen. Möglich wird das durch eine neue Ionenstrahltechnologie zur Herstellung der Solarzellenschicht, die niedrigere Prozesstemperaturen als bisher erlaubt. Damit können dünne, flexible Folien als Träger für die Solarzellen verwendet werden, die dadurch flexibler, leichter und kleiner werden. Die Herstellung und Nutzung dieser Zellen, die sogar gerollt werden können, bringt klare Vorteile gegenüber herkömmlichen Solarzellen.

Bei weltweit wachsendem Energiebedarf und im expandierenden Markt der Solarenergie sehen die Verantwortlichen Chancen für ihr Produkt in vielen Bereichen, beispielsweise für die mobile Stromversorgung. Die flexiblen CIS-Zellen könnten bei ausreichender Einstrahlung zum Beispiel die Stromversorgung von Laptops oder Geräten der Telekommunikation ganz oder teilweise gewährleisten. Auch Anwendungen in der Satellitentechnik oder in Luft- und Raumfahrt halten die Forscher für möglich.

Mit dem Forschungsförderungsprogramm „Innovative regionale Wachstumskerne“ unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit Mitteln aus dem Verkauf der UMTS-Mobilfunk-Lizenzen Projekte in den neuen Bundesländern. In einer ersten Entscheidungsstufe wurden für INNOCIS rund 10 Millionen Mark bewilligt. Bis Ende Mai dieses Jahres hatten sich 123 regionale Initiativen um Fördermittel beworben. INNOCIS gehört zu den ersten neun Projekten, die vom Ministerium unterstützt werden.

12.11.2001   Quelle: Universität Leipzig; Informationsdienst Wissenschaft (idw)

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