voltwerk AG: Kritik des SFV nicht gerechtfertigt

Die Stuttgarter voltwerk AG hält die Vorwürfe des Solarenergie-Fördervereins e.V. (SFV) im Hinblick auf das 1,6 MW-Solarkraftwerk in Hohenfels für unbegründet.  In einem Rundschreiben an seine Mitglieder vom 26. November hatte der SFV vor möglicherweise nicht geregelten Einspeiseverträgen der voltwerk AG mit Energieversorgern gewarnt. „Wir bedauern sehr, dass die vom…

Die Stuttgarter voltwerk AG hält die Vorwürfe des Solarenergie-Fördervereins e.V. (SFV) im Hinblick auf das 1,6 MW-Solarkraftwerk in Hohenfels für unbegründet.  In einem Rundschreiben an seine Mitglieder vom 26. November hatte der SFV vor möglicherweise nicht geregelten Einspeiseverträgen der voltwerk AG mit Energieversorgern gewarnt. „Wir bedauern sehr, dass die vom SFV geäußerten Spekulationen bezüglich der zukünftigen Investitionssicherheit, trotz vorliegender schriftlicher Zusagen und Verträge der beteiligten Energieversorgungsunternehmen für die nächsten 20 Jahre erhebliche Irritationen hervorrufen können. Ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer hat die Verträge und die daraus resultierenden Einspeisevergütungen für die nächsten 20 Jahre aufs genaueste unter die Lupe genommen,“ erklärte Martin Bucher, Vorstand der voltwerk AG.

Die vom SFV ausgesprochene Warnung für Anleger entbehrt nach Auffassung der voltwerk AG daher jeglicher Grundlage. „Es ist eine Schande, dass ausgerechnet ein Verein, dessen Satzungsziel die rasche und vollständige Umstellung auf die erneuerbaren Energien angibt und von laufenden Schikanen gegenüber den Errichtern und Betreibern von Fotovoltaik-Anlagen spricht, einem Vorzeige-Solarprojekt Steine in den Weg legen will“, so Bucher in einer Presseinformation der Conergy Group, zu der neben der voltwerk AG auch die Hamburger SunTechnics GmbH und der Großhändler AET (Sulzbach) gehört. Das Stuttgarter Unternehmen behält sich rechtliche Schritte gegen die Vorwürfe des SFV vor. „Offensichtlich hat der Autor des Rundschreibens weder sauber recherchiert noch uns die Möglichkeit zur detaillierten Stellungnahme gegeben,“ so Bucher weiter.

Im SFV-Rundschreiben wurde ebenfalls gegen den Flächenverbrauch durch Photovoltaikanlagen auf Freiflächen Stellung bezogen. Diese Aussage sei im vereinseigenen „Solarbrief“, Ausgabe 3/2000, wesentlich differenzierter dargestellt worden, erwiderte die Conergy Group. Auf Seite 32 sei unter der Überschrift „Ökofrevel: Können PV-Anlagen Sünde sein?“ folgende Aussage zu finden: „Im Vergleich mit anderen Flächentypen stellt die PV-Anlagen-Fläche somit höchstens bezüglich der Fallobstwiesen eine Verschlechterung dar, sicher nicht bezüglich bewirtschafteter Äcker und kaum gegenüber Brachland“. Der Verfasser des Artikels, Georg Engelhard, gehörte zu dieser Zeit dem Vorstand des SFV an. Martin Bucher wertet dies als deutliches Zeichen, dass der Autor des aktuellen SFV-Rundschreibens mit seiner Kritik nicht für den gesamten Verein spreche, sondern vielmehr seine persönliche Sichtweise thematisiere.

29.11.2001   Quelle: Conergy Group

Schließen