Neue Verbändevereinbarung Strom verabschiedet

Die „VV Strom II plus“ wird zum Jahresanfang 2002 in Kraft treten. Die am 13.12.2001 verabschiedete Vereinbarung zur Nutzung der Stromnetze stelle eine wichtige Anpassung der Netznutzungsregeln an den wachsenden Wettbewerb im Strommarkt dar, betonte die Elektrizitätswirtschaft.  Beteiligt waren der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Verband der Industriellen Energie-…

Die „VV Strom II plus“ wird zum Jahresanfang 2002 in Kraft treten. Die am 13.12.2001 verabschiedete Vereinbarung zur Nutzung der Stromnetze stelle eine wichtige Anpassung der Netznutzungsregeln an den wachsenden Wettbewerb im Strommarkt dar, betonte die Elektrizitätswirtschaft.  Beteiligt waren der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK), der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), der Verband der Netzbetreiber (VDN), die Arbeitsgemeinschaft regionaler Energieversorgungsunternehmen (ARE) sowie der Verband kommunaler
Unternehmen (VKU).

Bundeswirtschaftsminister Dr. Werner Müller begrüßte die neue Verbändevereinbarung, die den Zugang zu fremden Stromnetzen konkretisiere und erneut den Erfordernissen des Marktes angepasst worden sei. Mit der erstmaligen Beteiligung des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen an den Verhandlungen seien auch die Interessen der privaten Stromverbraucher unmittelbar geltend gemacht worden. Die modifizierte Verbändevereinbarung will erkennbar gewordene Defizite beim Netzzugang beseitigen, insbesondere durch eine Erhöhung der Transparenz der Netznutzungsentgelte und eine größere Flexibilität bei der Anmeldung von Netznutzungen. Damit werde den berechtigten Wünschen des Stromhandels nach einer Erleichterung des Netzzugangs in wesentlichen Punkten entgegengekommen. Der Verzicht der Netzbetreiber auf den Abschluss gesonderter Netznutzungsverträge mit privaten Stromverbrauchern im Falle eines Lieferantenwechsels könnte die Wechselbereitschaft deutlich erhöhen und die Grundlage für mehr Wettbewerb schaffen.

Eine im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) errichtete „Task Force Netzzugang“ will dazu beitragen, dass der Zugang im Tagesgeschäft weiter erleichtert wird. Um verbleibende Unsicherheiten privater Verbraucher beim Wechsel ihres Stromlieferanten abzubauen, ist beabsichtigt ab dem 10. Januar 2002 ein Bürgertelefon einzurichten. Verbraucher sollen dort Auskünfte zum Lieferantenwechsel erhalten und können auch konkrete Beanstandungen hinterlassen, denen in einem unkomplizierten Verfahren nachgegangen werden soll.

21.12.2001   Quelle: BMWi

Schließen