KWK-Gesetz als Chance für Brennstoffzellen

Mit dem vom Bundestag am 25.01.02 verabschiedeten Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz wird die gemeinsame Erzeugung von Strom- und Wärme deutlich besser gestellt, erklärte der forschungspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen, Hans-Josef Fell.  Das neue Gesetz soll bis zum Jahr 2010 die Emission von 11 Tonnen Kohlendioxid (CO2) vermeiden. Zusammen…

Mit dem vom Bundestag am 25.01.02 verabschiedeten Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz wird die gemeinsame Erzeugung von Strom- und Wärme deutlich besser gestellt, erklärte der forschungspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen, Hans-Josef Fell.  Das neue Gesetz soll bis zum Jahr 2010 die Emission von 11 Tonnen Kohlendioxid (CO2) vermeiden. Zusammen mit der freiwilligen Verpflichtung der Industrie in einer Verbändevereinbarung soll 2010 eine jährliche CO2-Einsparung von 23 Millionen Tonnen erreicht werden. Sowohl ältere Anlagen als auch neue kleinere Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen könnten nun wirtschaftlich betrieben werden, so die Grünen.

Für die Brennstoffzellen-Technologie schaffe das Gesetz sehr gute Rahmenbedingungen zur Markteinführung: Für Strom aus Brennstoffzellen-Anlagen wird ein Bonus von 5,11 Cent/kWh über die Laufzeit des Gesetzes gewährt. Den Herstellern von Brennstoffzellen würde nun ermöglicht, im großen Maßstab in diese neue Technologie zu investieren. Mit einer Serienproduktion wird etwa ab 2004 gerechnet. Da Brennstoffzellen bessere Wirkungsgrade haben werden als motorisch betriebene KWK-Anlagen und zudem fast keine Schadstoffe emittieren, werde diese Technologieförderung der Umwelt besonders zugute kommen. Zudem sei der deutsche Markt für die Hersteller von Brennstoffzellen besonders interessant, weshalb mit der Ansiedlung einer Reihe von Produktionsstätten gerechnet werden könne.

31.01.2002   Quelle: Hans-Josef Fell, MdB

Schließen