Erfolgreicher Start des Umweltsatelliten „Envisat“

Der bisher größte Umweltsatellit „Envisat“ (environmental satellite) ist am Freitag, 01.03.2002 erfolgreich gestartet. Die Trägerrakete vom Typ Ariane 5 hob um 2:07 Uhr (MEZ) vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch Guayana ab und brachte den Satelliten in die geplante Umlaufbahn von 800 Kilometern Höhe.   Der Staatssekretär im Bundesministerium für…

Der bisher größte Umweltsatellit „Envisat“ (environmental satellite) ist am Freitag, 01.03.2002 erfolgreich gestartet. Die Trägerrakete vom Typ Ariane 5 hob um 2:07 Uhr (MEZ) vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch Guayana ab und brachte den Satelliten in die geplante Umlaufbahn von 800 Kilometern Höhe.   Der Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Uwe Thomas, verfolgte die Mission im Raumfahrtkontrollzentrum der Europäischen Weltraumagentur ESA in Darmstadt und sagte: „Europa setzt mit Envisat einen Meilenstein in der umweltorientierten Raumfahrt.“Rund eine Stunde nach dem Start von Envisat werden die Sonnengeneratoren ausgefahren. Danach wird der fast acht Tonnen schwere und zehn Meter hohe Satellit zur Sonne ausgerichtet. Später werden auch die Radarantennen ausgefahren. Über mehrere Wochen werden dann die Verschlüsse der zehn Instrumente des Satelliten geöffnet und eingeschalten. Sechs Monate nach dem Start sollen alle Systeme von Envisat in Betrieb sein.

Der Umweltsatellit wird in einem nahezu polaren Orbit fünf Jahre lang Daten für die Umweltforschung sammeln. Die Wissenschaftler wollen damit unter anderem die Ursachen für das Ozonloch, die globale Erwärmung und für die Ausdehnung der Wüsten erforschen. Die 14 Partnerländer investieren rund 2,3Milliarden Euro in das Programm. Deutschland beteiligt sich daran mit über 500 Millionen Euro.

Weitere Informationen zu Envisat finden Sie im Internet unter
http://www.esa.int/envisat und http://www.dlr.de.

01.03.2002   Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

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