EU-Umweltminister wollen Kyoto-Protokoll bis 1. Juni ratifizieren

Der Umweltrat der Europäischen Gemeinschaft hat den Weg frei gemacht für die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls durch die EU-Mitgliedsstaaten.   Damit sei die EU einen entscheidenden Schritt voran gekommen, damit das Protokoll rechtzeitig zum Weltgipfel in Johannesburg in Kraft treten könne, begrüßte Bundesumweltminister Jürgen Trittin die Einigung vom Montag, den 4.…

Der Umweltrat der Europäischen Gemeinschaft hat den Weg frei gemacht für die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls durch die EU-Mitgliedsstaaten.   Damit sei die EU einen entscheidenden Schritt voran gekommen, damit das Protokoll rechtzeitig zum Weltgipfel in Johannesburg in Kraft treten könne, begrüßte Bundesumweltminister Jürgen Trittin die Einigung vom Montag, den 4. März 2002.

Die EU verpflichtet sich insgesamt, den Ausstoß ihrer Treibhausgase zwischen 2008 und 2012 um acht Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, sei innerhalb der EU eine Lastenteilung vereinbart worden, die von allen respektiert werden müsse, sagte Trittin. Jedes Land müsse solidarisch die von ihm eingegangenen Verpflichtungen umsetzen. Deshalb habe der Rat ein Aufschnüren des EU-Pakets einhellig abgelehnt, kommentierte der Minister: „Deutschland wird seine Hausaufgaben machen und Motor bei der Minderung der Treibhausgase bleiben. Auch Dänemark hat akzeptiert, dass es seine freiwillig eingegangenen Verpflichtungen im Interesse eines glaubwürdigen Klimaschutzes erfüllen muss“.

Die EU-Umweltminister, so Trittin, hätten nicht nur einmütiges Handeln gezeigt, sondern auch demonstriert, dass die Gemeinschaft ihrer Vorreiterrolle beim Klimaschutz gerecht werde. Gleichzeitig habe der Umweltrat bedauert, dass die USA selbst das Ziel der Klimarahmenkonvention verfehlten, ihre Emissionen auf den Stand von 1990 zurückzuführen. Die amerikanische Regierung hätte stets betont, sie stehe zur 1992 in Rio beschlossenen Klimarahmenkonvention.

05.03.2002   Quelle: BMU

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