Offshore-Windkraft: BMU fordert mehr Aktivität von Niedersachsen

Gila Altmann, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, hat die niedersächsische Landesregierung aufgefordert, bei der Ausbauplanung für die Windkraftnutzung auf See den Worten auch Taten folgen zu lassen.  Bisher blase Niedersachsen die Backen auf, ohne zu pfeifen, sagte Frau Altmann bei einer Podiumsdiskussion in Cuxhaven. Umweltminister Jüttner erkläre zwar, den Ausbau der…

Gila Altmann, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, hat die niedersächsische Landesregierung aufgefordert, bei der Ausbauplanung für die Windkraftnutzung auf See den Worten auch Taten folgen zu lassen.  Bisher blase Niedersachsen die Backen auf, ohne zu pfeifen, sagte Frau Altmann bei einer Podiumsdiskussion in Cuxhaven.

Umweltminister Jüttner erkläre zwar, den Ausbau der Windkraft voranbringen zu wollen, aber Niedersachsen habe bisher keinerlei konzeptionelle Planungen, wo die künftigen Kabeltrassen verlaufen sollen, ganz zu schweigen von Plänen für eine Bündelung der Trassen, die die Umwelt weniger belasten würde. Die jetzt angekündigte, übergreifende Raumordnung für das niedersächsische Küstenmeer sei längst überfällig, kritisierte die Staatssekretärin.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) habe bereits die erste Offshore-Windkraftanlage nördlich von Borkum genehmigt, sagte Frau Altmann. Das Land Niedersachsen, zuständig für die Genehmigung der Kabeltrassen, prüfe bereits seit zwei Jahren, hätte aber bislang nicht einmal das Raumordnungsverfahren dazu angeschlossen. Ein technisches Konzept für die Bündelung der Kabel durch das niedersächsische Küstenmeer liege ebenfalls nicht vor. Die gesamte niedersächsische Küste ist als Nationalpark Wattenmeer ausgewiesen. „Die Bundesregierung hat im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms eine Reihe von Vorhaben gestartet, die einen umweltfreundlichen Ausbau der Windkraft auf See gewährleisten werden“, bekräftigte Gila Altmann.

14.03.2002   Quelle: BMU

Schließen