IEA-Workshop: Mit der Sonne klimatisieren

Vom 14.-18. April 2002 informieren das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) und die Internationale Energieagentur (IEA) auf der Fachmesse „aircontec“ im Rahmen der „light+building“ in Frankfurt über die Möglichkeiten der solaren Klimatisierung.  Die Veranstaltung ist Teil der IEA-Task 25 «Solar Assisted Air Conditioning of Buildings« und wird gemeinsam mit dem…

Vom 14.-18. April 2002 informieren das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) und die Internationale Energieagentur (IEA) auf der Fachmesse „aircontec“ im Rahmen der „light+building“ in Frankfurt über die Möglichkeiten der solaren Klimatisierung.  Die Veranstaltung ist Teil der IEA-Task 25 «Solar Assisted Air Conditioning of Buildings« und wird gemeinsam mit dem Fachinstitut Gebäude-Klima e.V durchgeführt.

Die Veranstalter präsentieren unter anderem das weltweit einmalige Modell einer solar angetriebenen, sorptionsgestützten Klimaanlage. Eine weitere Attraktion ist das 3 Meter lange und voll funktionstüchtige Modell einer solaren Klimatisierung. Es macht die komplexe Technik «greifbar«. Ein interaktives Poster erläutert die Funktionsweise in leicht verständlicher Form. Besucher können dabei verschiedene Betriebszustände simulieren und das Ergebnis zugleich sinnlich erfassen. Bau-Fachleute können sich in einem Industrie-Workshop am 17. April ab 10 Uhr am Messestand E70 in Halle 9.1. auf den neuesten Stand der Technik bringen. Kernstück aller Verfahren ist die Sorptionstechnik. Die wesentlichen Verfahrensschritte Sorption und Desorption können auf mehrere Arten zu einem Kreislaufprozess verbunden werden, der kaltes Wasser oder kühle Luft liefert. Zum Antrieb reicht Wärme – und die liefern thermische Sonnenkollektoren im Sommer reichlich.

„Die sommerliche Raumklimatisierung eignet sich ideal zur Einbindung von Solarenergie. Je stärker die Sonne scheint, desto mehr Leistung bringen die Anlagen“, erläutert Projektleiter Dr. Hans-Martin Henning vom Fraunhofer ISE. „Solar klimatisierte Räume bieten bei sommerlicher Hitze angenehme Arbeitsbedingungen z.B. in Bürogebäuden und Tagungshäusern. Die Technik spart Energie und verwendet ein besonders umweltfreundliches Kältemittel: reines Wasser!“ Wegen der wachsenden Bedeutung solarer Klimatisierung hat die IEA eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die Dr. Hennig leitet „Im Mittelmeerraum ist das Interesse besonders groß“, betont Henning. „Mit dem IEA-Workshop können Architekten, Planer und Hersteller von international führenden Experten den neuesten Stand der Technik erfahren. Dabei wird unter anderem über den Planungsprozess und ausgeführte Anlagen berichtet.“

Das Fraunhofer ISE hat mehrjährige Erfahrungen mit Projekten der solaren Klimatisierung, unter anderem auch im Mittelmeerraum. Auch in Deutschland gibt es schon über 20 Anlagen, die Solarenergie zur Klimatisierung mit unterschiedlichen Techniken nutzen. Zuletzt ging die sorptionsgestützte Klimatisierung der Industrie- und Handelskammer in Freiburg in Betrieb. Diese erste solarautarke Anlage klimatisiert das Dachgeschoss des Gebäudes.

10.04.2002   Quelle: Fraunhofer ISE

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