Nachhaltige Entwicklung soll weltweites Leitbild der Politik werden

Neue Weichenstellungen und konkrete, aktionsorientierte Beschlüsse erwartet Bundesumweltminister Jürgen Trittin vom Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg vom 26.08. – 04.09.2002.  Seit der Konferenz von Rio vor zehn Jahren sei die nachhaltige Entwicklung als politisches Leitbild der Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialpolitik grundsätzlich anerkannt. „Die allgemeine Trendwende zur nachhaltigen Entwicklung steht…

Neue Weichenstellungen und konkrete, aktionsorientierte Beschlüsse erwartet Bundesumweltminister Jürgen Trittin vom Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg vom 26.08. – 04.09.2002.  Seit der Konferenz von Rio vor zehn Jahren sei die nachhaltige Entwicklung als politisches Leitbild der Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialpolitik grundsätzlich anerkannt. „Die allgemeine Trendwende zur nachhaltigen Entwicklung steht weltweit jedoch noch aus“, stellte der Bundesumweltminister in einer Pressemitteilung fest.

Der mit der Globalisierung einhergehende Strukturwandel sei auf Dauer nur aufrechtzuerhalten, wenn gleichzeitig ökologischen und sozialen Notwendigkeiten Rechnung getragen wird. „Aufgabe und Chance des Weltgipfels ist es, zehn Jahre nach Rio den Herausforderungen der Globalisierung gerecht zu werden“, sagte Trittin. Der Bundesumweltminister erwartet von der Konferenz in Johannesburg politische Weichenstellungen für eine umweltverträglichere Gestaltung der weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung und handlungsorientierte Beschlüsse für Armutsbekämpfung, nachhaltige Energiepolitik, eine bessere Wasserwirtschaft und für den Schutz und den Erhalt bedeutender Primärwälder. „Darüber hinaus müssen die UN-Institutionen für Umweltschutz und für nachhaltige Entwicklung aus Johannesburg deutlich gestärkt hervorgehen“, so Trittin. Die Bundesregierung habe deshalb in den letzten Jahren ihren Beitrag für UNEP, das Umweltprogramm der Vereinten Nationen, erhöht und zähle zu den wichtigsten Unterstützern dieser UN-Institution.

Globalisierung und zunehmende internationale Verflechtungen seien nicht als Vorwand für zögerliches politisches Handeln geeignet, betonte Trittin: „Die Notwendigkeit des Umsteuerns im eigenen Land in Richtung nachhaltiger Entwicklung ist leider noch nicht von allen OECD-Staaten in hinreichendem Maße zur Richtschnur erhoben worden. Wenn selbst Staaten wie China die Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch gelungen ist, sollte dies auch reichen Industrienationen möglich sein“, sagte Trittin. Umweltschutz werde als Modernisierungsfaktor weltweit nach wie vor unterschätzt. Der Johannesburg-Gipfel solle diese Erkenntnis mit einem entsprechenden Aktionsprogramm international durchsetzen, so Trittin weiter.

Weitere Informationen: http://www.johannesburgsummit.org und http://www.weltgipfel2002.de

14.05.2002   Quelle: BMU

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