ThyssenKrupp AG: Künstlerisch gestaltete PV-Fassade mit 50 kWp

Mitte Juli weiht die ThyssenKrupp Stahl AG eine neue Solarfassade am Gebäude der Warmbandspaltanlage in Duisburg ein.   Auf einer Fläche von zirka 1400 Quadratmetern wird nach Entwürfen des Farbstudios Friedrich Ernst von Garnier in aufeinander abgestimmter Kolorierung das Photovoltaik-System THYSSEN-Solartec® mit einer Gesamtnennleistung von zirka 50 Kilowatt peak (kWp)…

Mitte Juli weiht die ThyssenKrupp Stahl AG eine neue Solarfassade am Gebäude der Warmbandspaltanlage in Duisburg ein.   Auf einer Fläche von zirka 1400 Quadratmetern wird nach Entwürfen des Farbstudios Friedrich Ernst von Garnier in aufeinander abgestimmter Kolorierung das Photovoltaik-System THYSSEN-Solartec® mit einer Gesamtnennleistung von zirka 50 Kilowatt peak (kWp) in wellenförmiger Struktur angebracht. Die Dünnschicht-Silizium-Module werden seit zwei Jahren von der Thyssen Bausysteme GmbH in Dinslaken produziert. Der Bauherr, die ThyssenKrupp Stahl AG, will mit der Sanierung des Gebäudes eine neue Ära der Industriebaukultur einläuten. Nirgendwo sonst sei bisher der Anspruch eines innovativen Dreiklangs von Form, Farbe und Funktion an einem Industriegebäude in solch anschaulicher Weise umgesetzt worden.

Die Neugestaltung der Fassade geriet zum größten Thyssen Solartec®-Projekt Europas und zu einer Demonstration der provokanten, farbphilosophischen Denkansätze des Friedrich Ernst von Garnier. Das besondere Angebot der Thyssen Bausysteme GmbH, die Fassadenelemente der Solartec®-Module nach Wunsch farbig auszulegen, eröffnete von Garnier alle gestalterischen Möglichkeiten. Die Stahlfassade dient gleichzeitig als Träger der Photovoltaikelemente und erleichtert somit eine Gesamtkomposition. Fassaden- bzw. Farbgestaltung mit Solartec®-Elementen ist das zentrale Thema, das die Thyssen Bausysteme GmbH auf der Intersolar 2002 vorstellen wird.

Am 29. Juni um 16.00 ist Friedrich Ernst von Garnier zu Gast am Thyssen-Stand 420 in Halle 3. „Die Welt ist eine Scheibe“, lautet der Titel seiner Präsentation. Er charakterisiert den weltbekannten „Farbphilosophen“ sowie seine Art, sich mit althergebrachten Ansichten auseinanderzusetzen. Von Garnier provoziert seit Jahrzehnten das Architektur-Establishment mit seiner Meinung, dass Farbe nicht nur das Mittel sei, schlechte Architektur zu übertünchen, sondern immens wichtige psychologische und soziologische Aspekte habe. Die Liste seiner Auftraggeber liest sich wie das Who-is-who der deutschen Industrie und Wohnungsunternehmen.

Bekannteste Projekte sind die Fassadenfarbgebung der Olympia-Presse-Stadt in München, das Axel-Springer-Verlagshaus in Hamburg und – wegen der auf den ersten Blick mit seinen Ansichten kontrastierenden Farbgebung – die schwarzen Smart-Ausstellungstürme für die bunten, zweisitzigen Stadtflitzer. Der Vortrag von Garniers verspreche immer ein Erlebnis, kündigt die Thyssen Bausysteme GmbH an: Eine Diskussion oder ein Streitgespräch mit ihm soll Emotionen wecken. Die Auseinandersetzung könne noch so heftig sein, von Garnier sei immer bereit, sachliches und persönliches voneinander zu trennen und seinen Widerpart mit einer Einladung auf ein Glas Wein zum gemütlichen Plausch zu überraschen.

27.06.2002   Quelle: Thyssen Bausysteme GmbH

Schließen