Greenpeace wirbt für Offshore-Windkraft

Im dänischen Esbjerg hat die Umweltorganisation Greenpeace am Mittwoch eine weltweite Informationstour über erneuerbare Energien gestartet. Mit den Schiffen „Rainbow Warrior“ und „Arctic Sunrise“ will Greenpeace bis zum Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung Ende August in Johannesburg rund um die Welt für den Ausbau erneuerbarer Energien werben.  Zum Auftakt besuchten die…

Im dänischen Esbjerg hat die Umweltorganisation Greenpeace am Mittwoch eine weltweite Informationstour über erneuerbare Energien gestartet. Mit den Schiffen „Rainbow Warrior“ und „Arctic Sunrise“ will Greenpeace bis zum Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung Ende August in Johannesburg rund um die Welt für den Ausbau erneuerbarer Energien werben.  Zum Auftakt besuchten die Greenpeacer am Mittwoch zusammen mit Vertretern der Nordsee-Anrainerstaaten den weltweit größten Windpark auf hoher See, der zurzeit in der dänischen Nordsee entsteht. Am Horns Rev, rund 40 Kilometer nord-westlich von Sylt, werden 80 Windräder mit einer Höhe von je 110 Metern errichtet, die nach der Fertigstellung der Anlage 160 Megawatt Strom pro Jahr erzeugen sollen. Das entspricht dem Energiebedarf einer Stadt mit 150.000 Einwohnern.
„Öl raus – Wind rein, das ist die Botschaft die wir vermitteln wollen“, sagt Sven Teske, Greenpeace-Energieexperte an Bord der Rainbow Warrior. „Um die Klimaschutzziele der reichen Industrieländer erreichen zu können, muss die Windenergienutzung auf hoher See eine tragende Rolle übernehmen. Mit dem Besuch von Horns Rev wollen wir unsere volle Unterstützung für diese Technik demonstrieren.“ In den kommenden Wochen werden die „Rainbow Warrior“ und die „Arctic Sunrise“ Küstenstädte in der Nordsee, im Atlantik und im Pazifik anlaufen und dort über erneuerbare Energien informieren.
Schon jetzt ist die Windkraftindustrie ein bedeutender Wirtschaftszweig und europaweit auf dem Vormarsch. Allein in Deutschland arbeiten inzwischen 35.000 Menschen in der Windkraftindustrie. Das sind fast doppelt so viele Arbeitsplätze wie in der Atomindustrie. Langfristig könnten die Nordseeländer rund ein Drittel ihres Strombedarfs aus Offshore-Windanlagen gewinnen, heißt es in einer Pressemitteilung von Greenpeace.

01.07.2002   Quelle: Greenpeace

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