Exportinitiative für erneuerbare Energien beschlossen

Der Deutsche Bundestag hat in der vergangenen Woche die „Deutsche Exportinitiative Erneuerbare Energien“ ins Leben gerufen. Mit der Aktivität auf den Auslandsmärkten soll ein weites Standbein für die deutschen Unternehmen geschaffen werden.  Die Verantwortung für diese Aufgabe überträgt der Bundestag der Deutschen Energie Agentur (dena). Zur Verabschiedung des Koalitionsantrages erklärte…

Der Deutsche Bundestag hat in der vergangenen Woche die „Deutsche Exportinitiative Erneuerbare Energien“ ins Leben gerufen. Mit der Aktivität auf den Auslandsmärkten soll ein weites Standbein für die deutschen Unternehmen geschaffen werden.  Die Verantwortung für diese Aufgabe überträgt der Bundestag der Deutschen Energie Agentur (dena).

Zur Verabschiedung des Koalitionsantrages erklärte Michaele Hustedt, energiepolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen, der Bundestag habe der dena einen verantwortungsvollen und zukunftsweisenden Auftrag erteilt. Mit der Exportinitiative soll die Innovationsdynamik im wachstumsstärksten Bereich deutscher Spitzentechnologie erhalten und durch die verbesserte Erschließung von Auslandsmärkten die Basis für ein anhaltendes und nachhaltiges Branchenwachstum gelegt werden. Darüber hinaus müsse Deutschland durch aktive Unterstützung der erneuerbaren Energien im Rahmen der „Kyoto-Mechanismen“ Joint Implementation (JI) und Clean Development Mechanism (CDM) seiner klimapolitischen Verantwortung auch international gerecht werden sowie das Element nachhaltiger Energiepolitik in der Entwicklungszusammenarbeit stärken.

Mit der Exportinitiative soll die Kooperation der staatlichen Akteure in der Außenwirtschaftsförderung und in der Entwicklungspolitik mit den entsprechenden Wirtschaftszweigen verbessert werden. So könne die junge und überwiegend mittelständische Branche im Bereich der erneuerbaren Energien bei der Erschließung internationaler Märkte unterstützt werden. Statt Atom und Kohle werde Deutschland in Zukunft Wind- und Biomasseanlagen, Solarthermiekraftwerke und Brennstoffzellen exportieren, sagte Michaele Husted. Hier entstehe ein riesiger Exportmarkt in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Der Weltenergieverbrauch werde sich in den nächsten Jahrzehnten verdoppeln. Erneuerbare Energien böten daher hervorragende Möglichkeiten für eine gleichermaßen umweltfreundliche wie zukunftsfähige Energieversorgung. Die Exportinitiative solle einen Beitrag dazu leisten, dass deutsche Hersteller von Spitzentechnologie daran einen steigenden Anteil erringen können.

02.07.2002   Quelle: Michaele Hustedt (MdB)

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