IWR fordert industriewirtschaftliches Leitziel von der Politik

Anläßlich der Veröffentlichung des Endberichts der Energie-Enquête-Kommission fordert das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) von der Politik neben den umweltpolitschen auch klare ökonomische Vorgaben.  Laut dem Endbericht der Energie Enquête-Kommission zur „Nachhaltigen Energieversorgung unter den Bedingungen der Globalisierung und Liberalisierung“, der Bundestagspräsident Thierse am 2. Juli überreicht wurde, sei das…

Anläßlich der Veröffentlichung des Endberichts der Energie-Enquête-Kommission fordert das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) von der Politik neben den umweltpolitschen auch klare ökonomische Vorgaben.  Laut dem Endbericht der Energie Enquête-Kommission zur „Nachhaltigen Energieversorgung unter den Bedingungen der Globalisierung und Liberalisierung“, der Bundestagspräsident Thierse am 2. Juli überreicht wurde, sei das gegenwärtige Energiesystem in Deutschland nicht nachhaltig, heißt es in einer IWR-Pressemitteilung. Auf der Grundlage von 14 erstellten Szenarien und Varianten sei die Kommission zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Minderung der Treibhausgas-Emissionen um 80 % bis 2050 auch ohne Kernenergie in Deutschland realisierbar ist.

Zu dem Bericht sagte Dr. Norbert Allnoch, Leiter des IWR in Münster: „Parallel zum vorgestellten umweltpolitischen Leitziel ist die Formulierung eines wirtschaftspolitischen Leitziels für den Anlagen- und Systembau regenerativer Energietechniken zwingend erforderlich. Die Herstellung und Produktion von Windkraftanlagen, Solarzellen, Brennstoffzellen, etc. ist ein industriewirtschaftliches Zukunftsfeld mit weltweit hohen Exportchancen. Aber nicht der Import der Techniken, sondern nur die konsequente und rechtzeitige Ansiedlung von Firmen sowie der schnelle Aufbau eines Netzwerkes aus Herstellerindustrie, Zulieferer und Wissenschaft sichert Wettbewerbsvorteile und damit neue Arbeitsplätze. Aus industriepolitischer Sicht hat es sich in der Vergangenheit zudem immer wieder gezeigt, dass eine kluge „first mover“-Strategie sehr viel erfolgreicher und kostengünstiger ist als eine Aufholjagd der verpassten Chancen mit hohen finanziellen Belastungen.“

03.07.2002   Quelle: IWR

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