AKW Mülheim-Kärlich: Weg für Abriss ist frei

Die beiden letzten von insgesamt 18 Behältern mit bestrahlten Brennelementen aus dem Atomkraftwerk bei Koblenz sind auf dem Weg in die Wiederaufbereitung. In dem Atomkraftwerk Mülheim-Kärlich befänden sich nun keine Kernbrennstoffe mehr, teilte das Bundesumweltministerium (BMU) am 29.07.2002 mit.  „Der Weg für den Abriss des AKW ist damit frei. Einmal…

Die beiden letzten von insgesamt 18 Behältern mit bestrahlten Brennelementen aus dem Atomkraftwerk bei Koblenz sind auf dem Weg in die Wiederaufbereitung. In dem Atomkraftwerk Mülheim-Kärlich befänden sich nun keine Kernbrennstoffe mehr, teilte das Bundesumweltministerium (BMU) am 29.07.2002 mit.  „Der Weg für den Abriss des AKW ist damit frei. Einmal mehr wird klar: Der mit den Energieunternehmen vereinbarte und in der Atomgesetznovelle rechtlich fixierte Atomausstieg nimmt ebenso wie der Aufbau zukunftsfähiger Alternativen im Bereich Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbare Energien konkrete Gestalt an“, sagte Rainer Baake, Staatssekretär im Bundesumweltministerium. Damit werde die Energiewende schrittweise in die Tat umgesetzt.

Das AKW Mülheim-Kärlich ging im März 1986 ans Netz. Wegen einer Reihe genehmigungsrechtlicher Probleme, die zu langjährigen Gerichtsverfahren geführt hatten, wurde es jedoch nach nur kurzer Betriebsdauer abgeschaltet. Seitdem habe die RWE AG mit großem Nachdruck die Wiederinbetriebnahme betrieben und gegen das Land Rheinland-Pfalz auf Schadensersatz geklagt. Im Rahmen des im Juni 2000 erzielten Atomkonsenses zwischen der Bundesregierung und den Energieversorgungsunternehmen wurde vereinbart, dass die RWE als Betreiber den Genehmigungsantrag ebenso wie die Schadenersatzklage gegen das Land Rheinland-Pfalz zurückziehe und das Kraftwerk endgültig still lege. Damit und mit dem so genannten Leerfahren der Anlage konnte zugleich auf die Errichtung eines dezentralen Zwischenlagers für abgebrannte Brennelemente am Kraftwerksstandort verzichtet werden. Der Genehmigungsantrag auf Stilllegung und Rückbau der Anlage wird derzeit von den zuständigen Behörden in Rheinland-Pfalz geprüft.

30.07.2002   Quelle: BMU

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