Berliner Regierungsbauten Wegbereiter für solares Bauen

Das internationale Architektur-Symposium „Das solare Regierungsviertel Berlin eine Brücke ins Solarzeitalter“ vom 26. bis 28. Juli 2002 belegte die öffentliche Vorbildfunktion für die Zukunftsarchitektur.  Das berichtet die Deutsche Energieagentur GmbH (dena) in einer Pressemitteilung. Das von EUROSOLAR im Berliner Reichstag organisierte Symposium „Das solare Regierungsviertel Berlin“ habe demonstriert, dass die…

Das internationale Architektur-Symposium „Das solare Regierungsviertel Berlin eine Brücke ins Solarzeitalter“ vom 26. bis 28. Juli 2002 belegte die öffentliche Vorbildfunktion für die Zukunftsarchitektur.  Das berichtet die Deutsche Energieagentur GmbH (dena) in einer Pressemitteilung.

Das von EUROSOLAR im Berliner Reichstag organisierte Symposium „Das solare Regierungsviertel Berlin“ habe demonstriert, dass die Regierungsbauten in Berlin bereits in vielfältiger Weise den Anforderungen an umweltbewusstes Bauen entsprechen, wie sie die Weltarchitekturkonferenz gefordert hat, meldet die dena. Das Symposium wurde in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen, der Deutschen Energie-Agentur GmbH, dem Bund Deutscher Architekten (BDA) und dem Baukosteninformationszentrum der deutschen Architekten (BKI) durchgeführt.

Die 1992 von EUROSOLAR lancierte Idee war, mit den im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit stehenden Um- und Neubauten für den deutschen Bundestag und die Bundesregierung ein unübersehbares Beispiel für energetisch optimiertes Bauen und die Nutzung der Solarenergie zu setzen. Tatsächlich wurden viele der realisierten Gebäude vom Reichstag bis zum Kanzleramt und dem Bundespresseamt zu Bausteinen für die Entwicklung solarer Architektur. Die verschiedenen Gestaltungsformen der Bauten und die sich daraus ergebenden unterschiedlichen Konzepte demonstrieren ein breites Spektrum von Ansätzen solarer Energieversorgung in Gebäuden.

Der Energiebedarf des Regierungs- und Parlamentsviertels wird zu über 60 Prozent mit Erneuerbaren Energien gedeckt. Im Reichstagsgebäude kann der Strom- und Wärmebedarf mit einer eigenen Kraft-Wärmekopplungsanlage auf Pflanzenölbasis zu 80 Prozent gedeckt werden, im Bundeskanzleramt zu 70 Prozent. EUROSOLAR-Präsident Hermann Scheer betonte die Jahrhundertherausforderung des solaren Bauens. Ziel sei, den fossilen Energiebedarf von Gebäuden auf Dauer zu reduzieren und möglichst vollständig durch Erneuerbare Energien zu decken. Vor allem durch die Entwicklung und Anwendung entsprechender Techniken könne die Wirtschaftlichkeit solarer Energienutzung erreicht und daraus statt Zusatzkosten sogar „Solargewinne“ werden. Ein Konferenzband kann Ende des Jahres bei EUROSOLAR bezogen werden.

15.08.2002   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH

Schließen