EUROSOLAR: Johannesburg blockiert globale Energiewende

Dass die OPEC-Staaten gemeinsam mit den USA eine globale Initiative für Erneuerbare Energien verhinderten, ist für den EUROSOLAR-Präsidenten Dr. Hermann Scheer keine Überraschung. Zum gescheiterten Versuch, auf der Weltkonferenz in Johannesburg eine global verbindliche Initiative für Erneuerbare Energien durchzusetzen, erklärte Scheer, dasselbe sei schon in Rio de Janeiro 1992 geschehen,…

Dass die OPEC-Staaten gemeinsam mit den USA eine globale Initiative für Erneuerbare Energien verhinderten, ist für den EUROSOLAR-Präsidenten Dr. Hermann Scheer keine Überraschung. Zum gescheiterten Versuch, auf der Weltkonferenz in Johannesburg eine global verbindliche Initiative für Erneuerbare Energien durchzusetzen, erklärte Scheer, dasselbe sei schon in Rio de Janeiro 1992 geschehen, als erneuerbare Energien in der „Agenda 21“ ausgeklammert wurden.  Der Grund dieser Blockade sei, dass die globalen Energiekonzerne die Wende zu erneuerbaren Energien mit allen Mitteln verhinderten, und immer wieder Regierungen dafür die Handlangerrolle spielen würden. Diese Verweigerung sei angesichts der sich zuspitzenden ökologischen und Ressourcen-Weltkrise ein „Verbrechen gegen die Menschheit“, heißt es wörtlich in einer Pressemitteilung der EUROSOLAR.

Die Antwort darauf müssten Eigeninitiativen nationaler Regierungen oder Staatengruppen sein, fordert Hermann Scheer. Die deutsche Regierung sei auf Grund ihrer Vorreiterrolle dafür prädestiniert, nun die Initiative für die Gründung einer Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien zu ergreifen. Es sei nun Sache der EU-Kommission, den in Johannesburg geforderten 15 % – Anteil für erneuerbare Energien (weltweit bis 2010) für sich selbst umzusetzen und die Priorität ihrer Entwicklungshilfe auf Erneuerbare Energien zu setzen.

04.09.2002   Quelle: EUROSOLAR

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