Solar-Verbände fordern: Standort Deutschland sichern und stärken

Die Energiepolitik der Bundesregierung hat in den letzten Jahren zur Schaffung eines neuen Industriezweigs in Deutschland mit hervorragenden Wachstumschancen geführt.   Das ist der Tenor einer Pressemitteilung der deutschen Solarverbände, Bundesverband Solarenergie e.V. (BSE), Deutscher Fachverband Solarenergie e.V. (DFS) Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS). Die Spitzenverbände der Solarindustrie appellierten am 3.…

Die Energiepolitik der Bundesregierung hat in den letzten Jahren zur Schaffung eines neuen Industriezweigs in Deutschland mit hervorragenden Wachstumschancen geführt.   Das ist der Tenor einer Pressemitteilung der deutschen Solarverbände, Bundesverband Solarenergie e.V. (BSE), Deutscher Fachverband Solarenergie e.V. (DFS) Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS).

Die Spitzenverbände der Solarindustrie appellierten am 3. September 2002 an alle Parteien, die Markterschließung der Solartechnik nach den Wahlen weiter zu beschleunigen, den Produktionsstandort Deutschland zu stärken und eine Exportoffensive für Solaranlagen zu ermöglichen. Rahmenbedingungen wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hätten in den letzten Jahren zur Schaffung von 18.000 neuen Arbeitsplätzen in der Solarbranche geführt und Investitionen in Höhe von über fünf Milliarden Euro in Produktions- und Anlagentechnik ausgelöst. Vom Solarboom haben nach Auskunft der Solarverbände insbesondere der Mittelstand und Handwerksbetriebe profitiert, die bereits über 500.000 Solaranlagen auf deutschen Dächern errichtet hätten. Die Kosten für Solarstrom und Solarwärme seien inzwischen deutlich gesunken.

Carsten Körnig, Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft sagte: „Unseren Markt- und Technologievorsprung müssen wir jetzt weiter ausbauen, vorbehaltlos und ohne Boxenstopp. Deutschland hat die Chance, der weltweit führende Ausrüster für erneuerbare Energie-Anlagen zu werden. Zum Ausbau der Solartechnik zu einer tragenden Säule der Energieversorgung gibt es keine Alternative. Der Einstieg ins Solarzeitalter muss jetzt von allen Parteien getragen werden. Jüngster Wegweiser ist die Sommersintflut.“ Im Vertrauen auf die Stabilität geeigneter politischer Rahmenbedingungen hätten in diesen Tagen gleich mehrere neue Solarfabriken ihre Produktion in Deutschland aufgenommen.

Mit der Inbetriebnahme der „SmartSolarFab“ hat RWE Solar im bayerischen Alzenau eine komplette Wertschöpfungskette für Solarstrom-Module geschaffen. Das Braunschweiger Unternehmen SOLVIS hat im August eine „Nullemissionsfabrik“ zur Fertigung von Solarkollektoren eingeweiht. „Das Marktwachstum der vergangenen vier Jahre hat zu einem richtigen Innovationsschub in der Solartechnik geführt“, so Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des Deutschen Fachverbandes Solarenergie. „Dabei sind nicht nur die Solaranlagen günstiger und effizienter geworden. Mit den neuen Solarfabriken ist auch die Produktivität gestiegen. Setzt sich dieser Aufschwung fort, werden bis zum Jahr 2010 weit über 100.000 Arbeitsplätze in der Solarbranche entstehen.“

06.09.2002   Quelle: BSE; DFS; UVS

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