Bürgersolarkraftwerke als „Denkmal für Stoiber“

Am 19.09.2002 wurden die „Bürgersolarkraftwerke Wolfratshausen“ eingeweiht. Das solare Kraftwerk, Projekt der lokalen Agenda 21, mit einer Spitzenleistung von 36,96 Kilowatt (kWp) wird jährlich rund 35.000 Kilowattstunden Solarstrom liefern.   Es besteht aus 19 einzelnen Solarstromanlagen, die jeweils einem Investor aus der bayerischen Gemeinde oder der unmittelbaren Umgebung gehören. Insgesamt…

Am 19.09.2002 wurden die „Bürgersolarkraftwerke Wolfratshausen“ eingeweiht. Das solare Kraftwerk, Projekt der lokalen Agenda 21, mit einer Spitzenleistung von 36,96 Kilowatt (kWp) wird jährlich rund 35.000 Kilowattstunden Solarstrom liefern.   Es besteht aus 19 einzelnen Solarstromanlagen, die jeweils einem Investor aus der bayerischen Gemeinde oder der unmittelbaren Umgebung gehören. Insgesamt wurden zirka 200.000 Euro investiert.

„Mit diesen Solarkraftwerken haben die Bürger aus seiner Heimatgemeinde für den Bayerischen Ministerpräsidenten und Kanzlerkandidaten Stoiber ein Denkmal errichtet“ sagte bei der Einweihung Anlass Horst Prem, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Solarkraftwerke München Land GmbH. Damit würde Stoiber täglich aufgefordert, darüber nachzudenken, ob er weiter eine nachhaltige Zukunftstechnologie behindern wolle.

Ähnlich äußerte sich Rolf Fahle, Chef der Solar GmbH aus dem niederbayerischen Furth, die das Konzept und die Anlage geliefert hat: „Die Bürgersolarkraftwerke Wolfratshausen sind nicht nur ein Denkmal für Stoiber, sondern auch ein Mahnmal“. Stoiber würde gemahnt, die bisher gegen seinen erklärten Willen geschaffenen Arbeitsplätze nicht wieder zu vernichten und zu seinen früheren Positionen zurückzufinden. Fahle spielte damit auf einen Bericht aus der Kabinettssitzung vom 23. Mai 1995 an, in dem, so Fahle, unter anderem zu lesen war: „Der Anteil der Solarenergie an der Energieversorgung Bayerns soll von heute noch unterhalb der Promillegrenze innerhalb von fünf Jahren auf bis zu zwei Prozent des Gesamtenergieverbrauchs gesteigert werden.“ Insgesamt hätte der Anteil regenerativer Energien von 5% auf 13% bis zum Jahr 2000 steigen sollen, verweist Fahle auf die Regierungserklärung des Ministerpräsidenten Stoiber. Die fünf Jahre seien um und das Jahr 2000 auch schon Geschichte, hält Fahle fest. Offen hingegen bliebe die Frage nach den Ergebnissen bayerischer Energiepolitik der letzten 7 Jahre.

23.09.2002   Quelle: Solarkraftwerke München Land GmbH; Solar GmbH.

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