SOLON AG rationalisiert Produktion und reduziert Personal

Die Berliner SOLON AG will ihre Produktion bis zum Jahresende 2002 technisch optimieren und damit ihren Kunden im Jahr 2003 Photovoltaikmodule von höchster technischer und visueller Qualität anbieten können.   Zu den bereits im August in den Produktionsablauf eingeführten Laminatoren kommen laut Solon AG im Dezember neue Tabber (Schneidegeräte) und Stringer (Anlagen zur Strangfertigung von […]

Die Berliner SOLON AG will ihre Produktion bis zum Jahresende 2002 technisch optimieren und damit ihren Kunden im Jahr 2003 Photovoltaikmodule von höchster technischer und visueller Qualität anbieten können.   Zu den bereits im August in den Produktionsablauf eingeführten Laminatoren kommen laut Solon AG im Dezember neue Tabber (Schneidegeräte) und Stringer (Anlagen zur Strangfertigung von Solarzellen) hinzu. Mit dem Einsatz dieses gesamten Maschinenparks werde die mögliche Produktionskapazität von heute 8 MW auf bis zu 20 MW pro Jahr erhöht, berichtet die Solon AG in einer Pressemitteilung. Die Finanzierung des neuen Maschinenparks sei bereits Anfang 2002 abgeschlossen worden. Gleichzeitig sollen die Produktionsabläufe bei der Solon AG weiter vereinfacht werden. Eine Produktionsleistung von bis zu 12 MW könne nun im 2-Schicht-Betrieb erbracht werden, was zum Wegfall einer Schicht und einem Personalabbau von über 40 Mitarbeitern führe. Für die ausscheidenden Mitarbeiter sei mit dem Betriebsrat ein Sozialplan vereinbart worden, der nach Angaben des Unternehmens bereits umgesetzt wird. Die SOLON AG werde zukünftig rund 100 Mitarbeiter haben und rechnet im kommenden Geschäftsjahr 2003 mit einer Personalkostenreduktion von zirka 800.000 Euro.

Im ersten Halbjahr sei die Nachfrage im PV-Bereich deutlich hinter den Erwartungen und den Ergebnissen des Vorjahres zurückgeblieben, heißt es im Zwischenbericht der Solon AG für die Monate Juli bis September 2002. Der erhoffte Absatzsprung im dritten Quartal sei vor dem Hintergrund der Bundestagswahl Ende September nicht eingetreten. Statt dessen sei ein leichter, kontinuierlicher Anstieg der Anfragen zu verzeichnen, welcher durch die Zahlen des KfW 100.000-Dächer Programms bestätigt werde. Während im August die bewilligten Leistungen noch 13% unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres lagen, betrug der Rückstand im September nur noch 6 %. Die Solon AG geht davon aus, dass am Jahresende das Vorjahresergebnis von nahezu 70 MW wieder erreicht wird. Im Vergleich zu 2001 seien jedoch wesentliche Veränderungen zu verzeichnen: Die durchschnittliche Größe der Objekte habe sich erhöht, das bedeute, es würden mehr Module in Großanlagen verbaut. Zudem sei ein Preisverfall von 20 bis 25 % zu verzeichnen, der damit weit unter der 5% Reduzierung des EEG liege. Außerdem habe sich der Anteil von Billiganbietern und Billigprodukten am Gesamtmarkt deutlich erhöht. Der gegenwärtige Preisdruck und der sich damit für viele Hersteller drastisch reduzierende Rohgewinn hätte bereits zu ersten Insolvenzen geführt. Vor diesem Hintergrund seien Investitionen vorläufig zurückgestellt und ursprünglich geplante Modulfabriken nicht gebaut worden.

Die Stagnation im Wachstumsmarkt Photovoltaik ist nach Auffassung der Solon AG im wesentlichen auf die gegenwärtig schwierige konjunkturelle Lage der Gesamtwirtschaft zurückzuführen. Der Wettbewerbsdruck und der damit verbundene Preisdruck werden sich weiter erhöhen, erwartet das Unternehmen. Nur durch weitere drastische Kostenreduzierungen und Innovationen könne es gelingen, den Anteil am inländischen Markt gegen den zunehmenden Importdruck zu steigern.

14.11.2002   Quelle: SOLON AG für Solartechnik

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