Windenergie: REpower plant Errichtung einer 5-Megawatt-Anlage

Die REpower Systems AG hat die wesentlichen Entwicklungsschritte ihrer 5-Megawatt-Anlage abgeschlossen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die „REpower 5M“ wurde am 20.05.2003 einer größeren Öffentlichkeit erstmalig im Rahmen eines Workshops vorgestellt.  Die Errichtung des Prototyps an dem schleswig-holsteinischen Teststandort Brunsbüttel sei plangemäß für das Frühjahr 2004 vorgesehen. Alle wesentlichen Komponenten seien bereits bestellt worden. […]

Die REpower Systems AG hat die wesentlichen Entwicklungsschritte ihrer 5-Megawatt-Anlage abgeschlossen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die „REpower 5M“ wurde am 20.05.2003 einer größeren Öffentlichkeit erstmalig im Rahmen eines Workshops vorgestellt.  Die Errichtung des Prototyps an dem schleswig-holsteinischen Teststandort Brunsbüttel sei plangemäß für das Frühjahr 2004 vorgesehen. Alle wesentlichen Komponenten seien bereits bestellt worden. Der Rotor der geplanten Anlage hat einen Durchmesser von 125 Metern. Damit werde das weltweit größte Rotorblatt eingesetzt, das REpower gemeinsam mit dem Rotorblatthersteller LM Glasfiber entwickelt hat.

Wie bei diesem Bauteil hätten die Entwicklungsingenieure auch bei den anderen Hauptkomponenten in den vergangenen Monaten die wesentlichen Entwicklungsschritte abgeschlossen. Vorrangiges Ziel sei die Erzielung einer hohen technischen Verfügbarkeit mit innovativen und wirtschaftlich attraktiven Lösungen gewesen. REpower setzt auf das technische Konzept und das Know-how aus dem Betrieb der bewährten Anlagen der Baureihen MD und MM. So bestehe die REpower 5M aus einem Dreiblattrotor mit elektrischer Blattwinkelregelung, einem aufgelösten Triebstrang mit doppelt gelagerter Rotorwelle, einem kombinierten Planeten Stirnradgetriebe und einem doppeltgespeisten Asychnrongenerator.

Eine besondere Herausforderung bei der Entwicklung stellte laut REpower die Tatsache dar, dass bei der Verdoppelung des Durchmessers die Masse eines Bauteils einer Windenergieanlage um den Faktor 8 steigt. Die Kopfmasse der REpower 5M, Rotor und Gondel, betrage nun 350 Tonnen, was in etwa dem Gewicht von acht vollbeladenen LKW entspricht. Dazu Technik-Vorstand Matthias Schubert: „Mit fortschrittlichen Detaillösungen haben unsere Ingenieure eine vergleichsweise geringe Kopfmasse hinbekommen, die die Wirtschaftlichkeit vorteilhaft beeinflusst. In punkto solider Auslegung und hoher Lebensdauer – zwei wesentlichen Qualitätskriterien – wurden jedoch keine Kompromisse eingegangen.“ Neben dem Gewicht stellten die Bedingungen auf See besondere Anforderungen hinsichtlich Wartungs- und Servicefreundlichkeit an die REpower 5M. Zur Vereinfachung von Wartung und Reparatur sei die 5-Megawatt-Anlage so konzipiert worden, dass beispielsweise ein direkter Zugang zur Rotornabe ohne Ausstieg aus der Gondel direkt möglich ist und alle Komponenten des Triebstrangs einzeln austauschbar sind.

Mit der Entscheidung, eine 5-Megawatt-Anlage zu entwickeln, sieht sich REpower vor dem Hintergrund der international wachsenden Nachfrage nach Offshore- Windenergieanlagen bestätigt. „Wir gehen davon aus, dass auch in Deutschland Offshore-Windparks in größerem Umfang errichtet werden“, so Dr. Martin Skiba, Leiter Offshore. „Hier wird der Markt für Offshore-Anlagen voraussichtlich ab 2006 ein beachtliches Volumen erreichen. Die Serienreife und Markteinführung der REpower 5M wird bis dahin abgeschlossen sein, so dass wir damit rechnen, einen hohen Marktanteil realisieren zu können.“ Bevor die Anlage für die Aufstellung auf hoher See in Serienproduktion zur Verfügung steht, soll sie ausgiebig an Land getestet werden. Da sämtliche Komponenten auch auf der Straße transportiert werden können, wird REpower die Anlage auch als Onshore-Version anbieten.

26.05.2003   Quelle: REpower Systems AG

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