BWE: Windkraft für Technologiestandort und Klima unersetzlich

Deutschlands Spitzenstellung bei der Windenergie-Technologie und seine Klimaschutz-Ziele sind ohne Investitionssicherheit für die Windkraft ernsthaft bedroht, berichtet der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) in einer Pressemitteilung.  Nur durch Ausbau der Windkraft an Land könnten die rund 46.000 Arbeitsplätze in der Windbranche gesichert und der weltweite Export deutscher Technologie weiter gesteigert werden. Ein Beleg für die rasante […]

Deutschlands Spitzenstellung bei der Windenergie-Technologie und seine Klimaschutz-Ziele sind ohne Investitionssicherheit für die Windkraft ernsthaft bedroht, berichtet der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) in einer Pressemitteilung.  Nur durch Ausbau der Windkraft an Land könnten die rund 46.000 Arbeitsplätze in der Windbranche gesichert und der weltweite Export deutscher Technologie weiter gesteigert werden. Ein Beleg für die rasante Entwicklung der deutschen Windkraft-Industrie sei die Leistungsfähigkeit in Serie produzierter Windkraft-Anlagen: Sie habe sich seit 1990 etwa verzehnfacht. Gleichzeitig sei ihre Produktivität stark gestiegen: Moderne Anlagen erzeugen laut BWE pro Kilowatt Generatorleistung 40 Prozent mehr Strom als 1990. Somit lieferten weniger Anlagen durch bessere Technologie immer mehr Strom.

Die Windkraft spielt für Deutschlands internationale Klimaschutz-Verpflichtung eine zentrale Rolle, betont der BWE. Andere Wirtschaftssektoren (Verkehr, Haushalte) würden heute mehr Kohlendioxid (CO2) ausstoßen als 1990. Bei einer Fortschreibung dieses Trends und ohne den weiteren Ausbau der Windenergie werde Deutschland im Jahr 2010 über zehn Prozent mehr CO2 emittieren als es sich international zum Ziel gesetzt hat. Mit dem weiteren Windkraft-Ausbau auf etwa zehn Prozent des Stromverbrauchs könnte die drohende Lücke geschlossen werden, so der BWE.

Mit den aktuellen Vorschlägen zur Kürzung der Vergütung für Strom aus Windkraft-Anlagen an Land riskiert das Bundesumweltministerium eine Marktflaute für die deutsche Windbranche, heißt es in der BWE-Pressemitteilung. Bisher sei vorgesehen gewesen, die Vergütung laut Erneuerbare-Energien-Gesetz bis zum Jahr 2010 um 20 Prozent zu senken. Die neuen Vorschläge im Referentenentwurf zur EEG-Neufassung sähen eine Senkung um 30 Prozent vor. Zukunftsmärkte wie Offshore (Windparks im Meer), Repowering (Ersetzen alter Anlagen durch neue, leistungsfähigere) und der Export könnten jedoch kurzfristig noch nicht den Markt für den Neubau von Windkraft-Anlagen an Land ersetzen, der durch die zusätzliche Absenkung der Vergütung wegbrechen würde, warnt der BWE.

Ein Umsatzrückgang bei Herstellern, Zulieferern und Serviceunternehmen für Windturbinen in Deutschland würde nicht nur Arbeitsplätze gefährden, sondern auch einen technologischen Fadenriss provozieren, erwartet der Verband. Nur durch Weiterentwicklung der Windkraft-Technologie und Produktion in großen Serien könnten die Kosten für Windstrom noch weiter gesenkt werden. „In den kommenden Jahren werden weltweit Technologien zur klimaschonenden Energieerzeugung gefragt sein. Die deutsche Windindustrie hat hier eine hervorragende Startposition, die nicht verspielt werden darf“, betont BWE-Präsident Dr. Peter Ahmels.

29.08.2003   Quelle: BWE

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