„Sonnen-Wanderer“ Vosseler in Bethlehem angekommen

Martin Vosseler, Arzt und Geschäftführer des Internationalem Energieforums „sun21“, ist am 16.12.2003 nach sechs Monaten Wanderschaft in Bethlehem eingetroffen. Vosseler pilgerte zu Fuß von Basel nach Bethlehem unter dem Motto „Es gibt genug Sonne für uns alle“.  Der Gründer der Schweizer Sektion der Organisation Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. […]

Martin Vosseler, Arzt und Geschäftführer des Internationalem Energieforums „sun21“, ist am 16.12.2003 nach sechs Monaten Wanderschaft in Bethlehem eingetroffen. Vosseler pilgerte zu Fuß von Basel nach Bethlehem unter dem Motto „Es gibt genug Sonne für uns alle“.  Der Gründer der Schweizer Sektion der Organisation Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. kämpft für eine nachhaltige Energieversorgung: Vosseler engagiert sich für den Ersatz fossiler und nuklearer Energiequellen durch erneuerbare Energien. Für ihn ist die Energiewende nicht nur ein ökologisches Muss, sie birgt auch ein riesiges wirtschaftliches Potenzial für die Industrie.

Vom 28. Juni 2003 wanderte Vosseler durch die Schweiz, Deutschland, Österreich, die Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, die Türkei, Syrien, den Libanon und Jordanien. An Weihachten will er den Gottesdienst in der Geburtskirche in Bethlehem besuchen und anschließend am 29.12. mit einem Frachtschiff nach Montfalcone in Italien reisen. Von dort will er mit der Bahn in die Schweiz zurückkehren um am 12. Januar in Basel einzutreffen. Vosseler ist überzeugt, dass die Solarenergie eine große Chance ist, besonders für Israel, denn dort gebe es Sonnenenergie im Überfluss. Israel habe ein fortschrittliches Gesetz, das Sonnenkollektoren für jedes neue Haus vorschreibt. Es habe zudem ausgezeichnete Techniker und erfolgreiche Solar-Fabriken.

Bei seiner Ankunft in Bethlehem dankte Vosseler den Hunderten von hilfreichen Menschen am Weg, ohne die er nie angekommen wäre. Er berichtete von vielen sinnlichen Erlebnissen, unvergesslichen Eindrücken und beglückenden Begegnungen, die durch das Reisen zu Fuß möglich geworden seien. Vosseler sagte, er sei begeistert darüber, dass große Distanzen auch ohne fossile und nukleare Brennstoffe zurückgelegt werden könnten, wenn man sich genügend Zeit lasse.

Auf seiner Reise habe er die Symptome der Klimaveränderungen zu spüren bekommen: Extreme Hitze und Trockenheit in Mitteleuropa, ein früher Wintereinbruch in der Türkei, ungewöhnlich starke Regenfälle im Nahen Osten. Und er habe gestaunt: In Österreich, im Süden der Türkei und in Israel seien Sonnenkollektoren zur solaren Wassererwärmung bereits weit verbreitet. Und doch bleibe noch viel zu tun, bis die Umstellung auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz die dringend notwendige Priorität bekomme. Dafür sei er gewandert, und dafür werde er sich auch in Zukunft einsetzen.

23.12.2003   Quelle: sun 21

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