Windernte in Deutschland 2003: 18,63 Terawattstunden

Im Jahr 2003 haben Deutschlands Windräder 18,63 Terawattstunden Strom in das Netz eingespeist. Das geht hervor aus den am 22.01.2004 vorgelegten Zahlen, die das ISET-Institut aus Kassel für den Bundesverband Windenergie (BWE) erhoben hat. Damit decke die Windenergie nun reichlich 4 Prozent des Deutschen Stromverbrauches, berichtet der BWE in einer Pressemitteilung.   „Angesichts des windschwachen […]

Im Jahr 2003 haben Deutschlands Windräder 18,63 Terawattstunden Strom in das Netz eingespeist. Das geht hervor aus den am 22.01.2004 vorgelegten Zahlen, die das ISET-Institut aus Kassel für den Bundesverband Windenergie (BWE) erhoben hat. Damit decke die Windenergie nun reichlich 4 Prozent des Deutschen Stromverbrauches, berichtet der BWE in einer Pressemitteilung.   „Angesichts des windschwachen Jahres ein überraschend gutes Ergebnis“, urteilt BWE-Präsident Dr. Peter Ahmels. Im Jahr 2002 hatten nach Angaben des Verbandes Deutscher Netzbetreiber (VDN) die Windräder noch 15,86 Terawattstunden in das Netz eingespeist. Der VDN wickelt die Vergütung der Windmüller ab.

Wie windschwach das Jahr gewesen sei, zeige der Windindex, den die Hamburger Ingenieur-Werkstatt Energietechnik für den Bundesverband erhebt. Demnach hat der Wind 2003 durchschnittlich 20 Prozent weniger geweht als im 13-Jahres-Mittel seit Beginn der Messungen 1989. Windintensive Standorte hätten bis zu 11 Prozent Ertragseinbußen hinnehmen müssen, windschwächere Standorte sogar bis zu 28 Prozent, so der BWE. „Dass dennoch so ein gutes Ergebnis zu Stande kam, liegt am weiteren Ausbau der Windenergie“, erläutert Ahmels. Die Daten der neu installierten Leistung will der Bundesverband in der kommenden Woche vorlegen.

Allerdings liege das Ergebnis deutlich unter der Prognose des Verbandes Deutscher Netzbetreiber (VDN), welche Berechnungsgrundlage für den Strompreis ist, stellt der BWE fest. „Der VDN hatte für das abgelaufene Jahr 21,5 Terawattstunden Windstrom prognostiziert. Weil die reale produzierte Menge aber 15 Prozent unter dieser Prognose liegt, haben die Stromkonzerne den Verbrauchern allein für die Windenergie 15 Prozent mehr in Rechnung gestellt, als gerechtfertigt gewesen wäre“, kommentiert Ahmels. Statt jetzt über eine Rückerstattung des Betrages nachzudenken, hätten die Stromkonzerne die Preise weiter angehoben – „ohne jede Grundlage, wie die heute vorgestellten Zahlen belegen“ (Ahmels). Der BWE-Präsident kündigte an, „gegen diese Dreistigkeit“ Beschwerde bei der Strompreisaufsicht einzulegen.

23.01.2004   Quelle: BWE

Schließen