Architektin und Partnerunternehmen präsentieren „solaren Fensterladen“

An dem Stand der Technologiestiftung Berlin auf der Messe „Solar Energy – Bautec“ vom 18. – 21. 02. 2004 stellen die Berliner Architektin Astrid Schneider sowie ihre Partner Colt International GmbH und Sunways AG einen solaren Fensterladen in zwei Varianten vor. Die Weltneuheit zur Solarstromerzeugung mit dem Fensterladen vereinigt Multifunktionalität und Innovation. Neben der Stromerzeugung […]

An dem Stand der Technologiestiftung Berlin auf der Messe „Solar Energy – Bautec“ vom 18. – 21. 02. 2004 stellen die Berliner Architektin Astrid Schneider sowie ihre Partner Colt International GmbH und Sunways AG einen solaren Fensterladen in zwei Varianten vor. Die Weltneuheit zur Solarstromerzeugung mit dem Fensterladen vereinigt Multifunktionalität und Innovation. Neben der Stromerzeugung bietet der Fensterladen Sonnenschutz, dient zur Tageslichtoptimierung und gibt Wärme- und Witterungsschutz für die Fenster. Mit dem Verbundglas leistet er zudem einen Beitrag zur Einbruchsicherung.  Der Solare Fensterladen ist laut Astrid Schneider für Alt- und Neubau geeignet. Im Altbaubereich sei der solare Fensterladen die Neuinterpretation eines tradierten und in die Baukultur integrierten Bauelementes. Im Neubaubereich könne der solare Fensterladen die in der Nachkriegszeit populär gewordenen Rollläden ablösen, welche heute entweder die Wärmeschutzanforderungen nicht erfüllten oder häufig störende äußere Führungsschienen benötigten, so die Architektin. Der Solare Fensterladen erziele durch die freie Hinterlüftung höhere Wirkungsgrade in der Stromerzeugung als andere Photovoltaik-Fassadenintegrationen. Die Solarintegration mit Holzrahmen und Stahlkonstruktion komme ohne energieintensives Aluminium aus.

Zwei Typen des solaren Fensterladen wurden entwickelt: Das Modell „Wietow“ ist für historische und denkmalgeschützte Gebäude gedacht, es ermöglicht innovative Ansätze zur Verbindung solarer Technologie und traditioneller Bauweisen. Durch die Wahl opaker oder transparenter verschiedenfarbiger Zellen lässt sich die ästhetische Wirkung und die Tageslichtqualität variieren. Die multikristallinen grauen Silizium-Solarzellen haben einen Wirkungsgrad von 12%; je Ladenpaar beträgt die Leistung 160 Watt. Ein Modulwechselrichter auf der Rückseite wandelt den Gleichstrom der Solarzellen in Wechselstrom um. Der Solarstromertrag betrage zirka 90 Kilowattstunden pro Jahr, so Astrid Schneider.

Der Laden vom Typ „Französisches Fenster“ mit semitransparenten Solarzellen ist sowohl für moderne als auch historische Gebäudetypen geeignet. Die durchsichtigen Solarzellen erzeugen einen gleichmäßigen Schattenwurf, so dass eine hohe Tageslichtqualität – auch für Arbeitsräume – entsteht. Die monokristallinen Silizium-Solarzellen mit 10% Wirkungsgrad lassen 10% des Tageslichts durch. Die Leistung je Ladenpaar beträgt 192 Watt. Den Solarstromertrag pro Ladenpaar beziffern die Hersteller mit rund 110 Kilowattstunden pro Jahr.

17.02.2004   Quelle: Astrid Schneider; Solar Architecture: Design, Research and Communication

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