Greenpeace energy: Erneuerbare Energien kein Preistreiber auf dem Strommarkt

Der bundesweite Ökostromversorger Greenpeace energy eG wird den Strompreis für seine Privatkunden im dritten Jahr in Folge nicht erhöhen. Der seit 1. Januar 2003 gültige Preis von 18,4 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) und 7,85 Euro monatlicher Grundgebühr bleibe weiterhin unverändert, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Das Unternehmen festige damit…

Der bundesweite Ökostromversorger Greenpeace energy eG wird den Strompreis für seine Privatkunden im dritten Jahr in Folge nicht erhöhen. Der seit 1. Januar 2003 gültige Preis von 18,4 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) und 7,85 Euro monatlicher Grundgebühr bleibe weiterhin unverändert, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Das Unternehmen festige damit seine Position als einer der preisstabilsten Anbieter der Strombranche. „Die Kosten durch gestiegene Strombeschaffungspreise gleichen wir durch unsere steigende Kundenzahl aus. Unser Wachstum lässt die Verwaltungskosten sinken, das geben wir an unsere Kunden weiter“, sagt Jan Haase, Unternehmenssprecher von Greenpeace energy eG.

EEG-Förderung nicht für Preisanstieg verantwortlich

Das Unternehmen habe den Preis für Haushaltskunden seit seiner Gründung vor fünf Jahren nur um 2,9 Prozent erhöht. Die Inflationsrate sei im gleichen Zeitraum um 6,6 Prozent gestiegen, der durchschnittliche Preisanstieg in der Strombranche habe in dieser Zeit sogar zwischen 15 und 20 Prozent gelegen. Zum 1. Januar 2005 werden viele Stromanbieter ihre Preise erneut um mehrere Prozent erhöhen – mit Begründungen, die häufig jeder Basis entbehren, so Greenpeace energy. So würde die Förderung erneuerbarer Energien für einen Großteil der Preiserhöhungen verantwortlich gemacht. „Eine nachweislich falsche Aussage“, so Haase. In einem Hintergrundpapier zu Strompreisen für Haushaltskunden belege Greenpeace energy, dass die Förderung regenerativer Energien nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) rund 0,4 Prozent Preiserhöhung rechtfertige. Auch die Argumentation, der zunehmende Bedarf an Ausgleichsenergie aufgrund des Zubaus von Windkraftwerken lasse die Preise steigen, erweist sich laut Greenpeace energy als nicht haltbar.

Netznutzungsentgelte machen Strom teuer

Hauptgrund für die hohen Strompreise in Deutschland sowie die aktuellen Erhöhungen seien die hohen Netznutzungsentgelte, so Greenpeace energy. Diese lägen nach Expertenmeinung um bis zu 30 Prozent zu hoch. „Nur die unverzügliche Einsetzung einer Regulierungsbehörde kann diesem Treiben der Netzbetreiber ein Ende bereiten“, sagt Haase. Greenpeace energy fordert transparente und vor allem faire Strompreise. Das heiße, dass bei den Netzentgelten keine Monopolrenditen mehr abgeschöpft werden dürften. Gleichzeitig müssten aber die Strompreise verstärkt die volkswirtschaftliche und ökologische Wahrheit widerspiegeln. Ein angemessener Strompreis sei die Voraussetzung für eine marktwirtschaftliche Nutzung des immensen Effizienzpotenzials.
Das Hintergrundpapier zu den Strompreisen für Haushaltskunden bietet Greenpeace energy zum Herunterladen an unter http://www.greenpeace-energy.de

17.11.2004   Quelle: Greenpeace energy eG   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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