E.ON Netz bekräftigt geplanten Bau windbedingter Freileitung in Schleswig-Holstein

„Der Netzausbau durch Freileitungen ist die kostengünstigste Lösung,“ erklärte Martin Fuchs, Vorsitzender der Geschäftsführung der E.ON Netz GmbH, anlässlich des vom Bundesverband WindEnergie e.V. in Auftrag gegebenen Gutachtens zum Thema „Netzverstärkungs-Trassen zur Übertragung von Windenergie: Freileitung oder Kabel“. „Bei allen Investitionen ist die Wirtschaftlichkeit zentrales Entscheidungskriterium, und wir als Übertragungsnetzbetreiber…

„Der Netzausbau durch Freileitungen ist die kostengünstigste Lösung,“ erklärte Martin Fuchs, Vorsitzender der Geschäftsführung der E.ON Netz GmbH, anlässlich des vom Bundesverband WindEnergie e.V. in Auftrag gegebenen Gutachtens zum Thema „Netzverstärkungs-Trassen zur Übertragung von Windenergie: Freileitung oder Kabel“. „Bei allen Investitionen ist die Wirtschaftlichkeit zentrales Entscheidungskriterium, und wir als Übertragungsnetzbetreiber sind gesetzlich zu einer rationellen Betriebsführung verpflichtet – dies ist auch im Sinne unserer Kunden“, so Fuchs.  Das aktuell diskutierte Gutachten des Bundesverbandes WindEnergie führe insoweit zu keinen neuen Schlussfolgerungen. Anderweitige Behauptungen des Bundesverbands WindEnergie bezeichnet die E.ON Netz GmbH als falsch.

Nach erster Analyse bestätige das Gutachten, dass der Investitionsaufwand einer Kabellösung 2-3 mal so hoch sei wie bei einer entsprechenden Hochspannungsfreileitung. Darüber hinaus weise das Gutachten bei der Kalkulation der Betriebskosten schwer wiegende methodische Fehler auf, kritisiert E.ON Netz. Hierzu gehöre der mit Blick auf den Ausfallschutz unzulässige Vergleich eines Einfach-Kabels mit einer Doppel-Freileitung. Besonders die Grundannahme, die betrachtete Netzverbindung in Nordfriesland diene dem Anschluss von Offshore-Windparks, sei unzutreffend – tatsächlich werde sie schon jetzt für den Transport der von den Windparks an Land erzeugten Energie gebraucht – und führe in der Bewertung der Betriebskosten zu falschen Ergebnissen. E.ON Netz will in der kommenden Woche eine detaillierte Analyse des Gutachtens vorstellen.

Die E.ON Netz GmbH betreibt das Stromtransportnetz des E.ONKonzerns. Das in Bayreuth ansässige Unternehmen zählt nach eigenen Angaben mit über 32.500 Kilometern Stromleitungen von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen zu den maßgeblichen Stromnetzbetreibern in Europa. Der Übertragungsnetzbetreiber beschäftigt insgesamt ca. 2.000 Mitarbeiter an über 40 Standorten.

04.12.2004   Quelle: E.ON Netz GmbH   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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