Klimagipfel: WWF erwartet Aufbruchssignale für verstärkten Klimaschutz

Am 06.12. 2004 begann in Buenos Aires die zehnte weltweite UN-Klimakonferenz (CoP 10). Es ist die letzte Verhandlungsrunde, bevor das Kyoto-Protokoll im Februar 2005 in Kraft tritt. Der WWF erhofft von der Konferenz deutliche Signale, um die Klimaschutzanstrengungen erheblich auszuweiten, so die Umweltorganisation.   Ziel müsse sein, die durchschnittliche globale…

Am 06.12. 2004 begann in Buenos Aires die zehnte weltweite UN-Klimakonferenz (CoP 10). Es ist die letzte Verhandlungsrunde, bevor das Kyoto-Protokoll im Februar 2005 in Kraft tritt. Der WWF erhofft von der Konferenz deutliche Signale, um die Klimaschutzanstrengungen erheblich auszuweiten, so die Umweltorganisation.   Ziel müsse sein, die durchschnittliche globale Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts unter zwei Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu halten. Auch nach der Ratifizierung des Kyoto-Protokolls, müssen internationale und nationale Anstrengungen dringend intensiviert werden, fordert der WWF.

Im Fokus stehen die Stromerzeuger

Laut WWF bedarf es noch wesentlich weiter gehender Anstrengungen bei den Emissions-Reduktionen, um die globale Erwärmung in einem gerade noch tolerierbaren Rahmen zu halten. Nicht nur eine erfolgreiche Umsetzung des Kyoto-Protokolls für den Zeithorizont 2008 bis 2012, sondern besonders die Weiterentwicklung des Klimaschutzabkommens hin zu ambitionierten Verpflichtungen stünden mit hoher Dringlichkeit auf der Tagesordnung. In Deutschland zeige der Trend der CO2-Emissionen nur noch sehr schwach nach unten, im Stromsektor seien sie sogar wieder drastisch gestiegen. Dies sei alarmierend, so der WWF. In Deutschland biete sich gerade im Stromsektor in den kommenden beiden Dekaden eine historische Chance: rund 40.000 Megawatt, das heißt fast die Hälfte der deutschen Kraftwerke, müssten erneuert werden. Bedenke man, dass Braunkohlekraftwerke 40 und Gaskraftwerke 30 Jahre am Netz sind, würde hier in entscheidendem Maße über Emissionsverläufe der Zukunft entschieden.

17.12.2004   Quelle: WWF   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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