BEE: Clement in Sachen dena-Studie falsch informiert

„Offensichtlich ist Wirtschaftsminister Wolfgang Clement über die bisher unveröffentlichte Studie der Deutschen Energieagentur falsch informiert. Wer über vermeintliche Subventionen von über 5 Milliarden Euro im Jahr 2015 spricht, hat den Unterschied zwischen Umsatz und Mehrkosten nicht verstanden“, kritisiert Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), Äußerungen des Bundeswirtschaftministers auf einer Handelsblatt-Tagung.  Als Mehrkosten für […]

„Offensichtlich ist Wirtschaftsminister Wolfgang Clement über die bisher unveröffentlichte Studie der Deutschen Energieagentur falsch informiert. Wer über vermeintliche Subventionen von über 5 Milliarden Euro im Jahr 2015 spricht, hat den Unterschied zwischen Umsatz und Mehrkosten nicht verstanden“, kritisiert Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), Äußerungen des Bundeswirtschaftministers auf einer Handelsblatt-Tagung.  Als Mehrkosten für die Verbraucher könne nur die Differenz zwischen dem Preis für konventionelle Energie und den Vergütungen für Strom aus erneuerbaren Energien gezählt werden, betont der BEE-Geschäftsführer. Das sehe auch die dena-Studie so.

Keine Mehrkosten für Windenergie im Jahr 2015

„Diese Mehrkosten sinken. Nach Berechnungen des BEE liegen die Mehrkosten beispielsweise für Windenergie im Jahr 2015 bei Null“, so Nitzschke. Der Grund dafür sei, dass die Vergütungen für Strom aus erneuerbaren Energien per Gesetz sinken, während die Kosten für Strom aus Kohle und Gas steigen. „Das ist dem Wirtschaftsminister bei seinem Rundumschlag gegen die Förderung alternativer Energien wohl durchgegangen“, so Nitzschke. „Ohne genaue Kenntnisse nutzt Clement die dena-Studie schon vor der Veröffentlichung für eine Attacke gegen den Ausbau erneuerbarer Energien. Das zeigt, wie wichtig es ist, bei komplexen Studien schon durch entsprechende Klarstellungen im Text sicherzustellen, dass die Ergebnisse nicht durch Fehlinterpretationen missbraucht werden können“, heißt es in der BEE-Pressemitteilung.

19.01.2005   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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