Hilfe für Sri Lanka: Über 100.000 Euro für Solarkocher und Kollektoren

Die nachhaltigen solaren Hilfsmaßnahmen für das von der Flutkatastrophe betroffene Sri Lanka nehmen Gestalt an: Der Verein EG Solar (Altötting) und der Solarverein Berlin berichten, dass bis Ende Februar 2005 mehr als 100.000 Euro in Form von Geld- und Sachspenden eingegangen sind.  Für ihre Solarkocher-Aktion konnte die EG Solar rund…

Die nachhaltigen solaren Hilfsmaßnahmen für das von der Flutkatastrophe betroffene Sri Lanka nehmen Gestalt an: Der Verein EG Solar (Altötting) und der Solarverein Berlin berichten, dass bis Ende Februar 2005 mehr als 100.000 Euro in Form von Geld- und Sachspenden eingegangen sind.
 
Für ihre Solarkocher-Aktion konnte die EG Solar rund 75.000 Euro als Spendeneingang verbuchen. Der Aluminiumhersteller Alcan Singen GmbH, unterstützt den bayerischen Entwicklungshilfe-Verein mit einer Materialspende im Wert von 25.000 Euro, bei der Herstellung von Solarkochern. Schon am 5 Januar konnte die EG Solar die ersten 50 Solarkocher an die in Sri Lanka tätige Hilfsorganisation EMACE senden. Ingesamt 400 Solarkocher sollen nun folgen. In Zusammenarbeit mit der Bundesregierung und der Deutschen Botschaft in Sri Lanka werden derzeit Konzepte für die Verteilung der Hilfsgüter erarbeitet. Langfristig plant die EG Solar Werkstätten und Schulungszentren in Sri Lanka aufzubauen, um dort durch die Produktion weiterer Solarkocher Arbeitsplätze zu schaffen.

Know-how-Transfer zur Selbsthilfe

Die Finanzierung von zehn ersten Destillationskollektoreinheiten für Sri Lanka ist durch die eingegangenen Spenden und zugesagten Zuwendungen komplett finanziert, berichtet der Solarverein Berlin e.V. Aufgrund von Verhandlungen mit dem Hersteller und einer Änderung der Konfiguration der Systemtechnik könne der Verein die vorerst geplanten zehn Destillationskollektoreinheiten schon für rund 10.000 Euro einkaufen und in Sri Lanka zur Verfügung stellen. Mitte März 2005 sollen diese zehn Einheiten nach Sri Lanka gebracht werden. Für den Transport, der durch die Exportinitiative „re-next“ finanziert wird, habe der Verein den günstigen Seeweg gewählt. Das Transportgut werde Lieferungen der Deutschen Welthungerhilfe beigepackt, wovon sich der Solarverein ein schnelleres Passieren des Zolls in Sri Lanka verspricht, das in den letzten Wochen immer mehr zu einem Nadelöhr für Hilfslieferungen geworden sei.

Durch die aktive Unterstützung einer Deutschen vor Ort sei Kontakt zu einer Schule in Beruwela aufgenommen worden. Um möglichst vielen Menschen einen konfliktfreien Zugang zu den Destillationskollektoreinheiten zu ermöglichen, sei dieser Standort eine optimale Wahl, so der Verein. Die nachfolgenden Anlagen sollen im Land selbst produziert werden. Fachleute aus Deutschland sollen den Einheimischen ihr Wissen zur Verfügung stellen und den Aufbau einer Produktion vor Ort unterstützen. So werde eine schnelle und sinnvolle Soforthilfe mit dem sukzessiven Aufbau eines neuen Wirtschaftszweiges kombiniert, was der Bevölkerung doppelt zugute komme: Erstens bleibe das Know-how im Land, was zur Sicherung von Arbeitsplätzen führe. Zweitens könnten durch die niedrigeren Produktionskosten für die gleiche Investition mehr Anlagen produziert werden.

Aktuelle Informationen zu den Projekten im Internet unter www.solare-trinkwasserhilfe.de sowie unter http://www.eg-solar.de/

11.03.2005   Quelle: EG Solar e.V.; Solarverein Berlin e.V.   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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