RWE-Hauptversammlung: Greenpeace und WWF kritisieren Braunkohle-Pläne

Anlässlich der Hauptversammlung der RWE AG am 14. 05. 2005 warnte Greenpeace vor „Fehlinvestitionen in klimaschädliche Braunkohlekraftwerke“. Auch die Umweltstiftung WWF forderte die Aktionäre auf, Druck auf die Unternehmensführung auszuüben, um die Investitionspolitik des Energieversorgers klimaverträglicher zu gestalten.   Greenpeace will, dass die RWE AG auf erneuerbare Energien und klimafreundlichere…

Anlässlich der Hauptversammlung der RWE AG am 14. 05. 2005 warnte Greenpeace vor „Fehlinvestitionen in klimaschädliche Braunkohlekraftwerke“. Auch die Umweltstiftung WWF forderte die Aktionäre auf, Druck auf die Unternehmensführung auszuüben, um die Investitionspolitik des Energieversorgers klimaverträglicher zu gestalten.   Greenpeace will, dass die RWE AG auf erneuerbare Energien und klimafreundlichere Gas- und Dampfkraftwerke setzt. Die Umweltschutzorganisation hält den Ausbau der Braunkohle nicht nur aus Sicht des Klimaschutzes für falsch, sondern sieht auch die Gefahr von „Investitions-Ruinen“, weil diese Kraftwerke nicht zukunftsfähig seien.

Greenpeace: Energiemix mit Erneuerbaren erfordert flexibel regulierbare konventionelle Kraftwerke

„Der Anteil an Erneuerbaren Energien im Strommix wird weiter wachsen. Dann braucht unser Energiesystem flexibel regulierbare Kraftwerke, die sich dem schwankenden Strom von Sonne und Wind anpassen können“, erklärt Jonas Mey, Energie-Experte von Greenpeace. „Braunkohle-Kraftwerke sind Dinosaurier der Vergangenheit. Sie sind schwerfällig regulierbar. In einem Energiesystem mit viel Erneuerbaren Energien können sie nicht wirtschaftlich betrieben werden“, so Mey.

WWF: Gas statt Kohle

Der WWF sieht die RWE AG in einer besonderen Verantwortung, dem Klimawandel mit einer nachhaltigen Unternehmenspolitik entgegenzutreten. „Die hohe Abhängigkeit von der Kohle führt nicht nur zu einer hohen Umweltbelastung, sondern birgt zugleich große unternehmerische Risiken“, warnt Regine Günther, Leiterin des Referats Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland. Leider sei ein Umdenken bislang nicht erkennbar. Die bisher angekündigten Kraftwerksprojekte in Nordrhein-Westfalen, setzen laut WWF vornehmlich auf Braunkohle. Dies sei mit einer verantwortlichen Unternehmenspolitik und einer anspruchsvollen Klimapolitik unvereinbar. Allein das geplante Braunkohlekraftwerk Grevenbroich-Neurath mit einer Investitionssumme von 2,2 Milliarden Euro werde die Atmosphäre jährlich mit rund 14 Millionen Tonnen Kohlendioxid belasten. Ein Gaskraftwerk mit gleicher Leistung würde dagegen nur 5,4 Millionen Tonnen CO2 emittieren, heißt es in der WWF-Pressemitteilung.

15.04.2005   Quelle: Greenpeace e.V. WWF Deutschland   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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