Österreich: Kampagne „klima:aktiv solarwärme“ meldet erste Erfolge

„Ein starker heimischer Solarmarkt dient nicht nur dem Klimaschutz, Solarenergie ist auch zu einem Jobmotor geworden“, erklärte Josef Pröll, österreichischer Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft zur aktuellen Bilanz des Solarwärmeprogramms.  Seit Jahren zähle die Solarwärme zu den am stärksten wachsenden Branchen Österreichs, Sonnenkollektoren seien österreichische Exportschlager. Bislang…

„Ein starker heimischer Solarmarkt dient nicht nur dem Klimaschutz, Solarenergie ist auch zu einem Jobmotor geworden“, erklärte Josef Pröll, österreichischer Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft zur aktuellen Bilanz des Solarwärmeprogramms.
 
Seit Jahren zähle die Solarwärme zu den am stärksten wachsenden Branchen Österreichs, Sonnenkollektoren seien österreichische Exportschlager. Bislang würden Solaranlagen für Warmwasser und Raumheizung vor allem im Eigenheim genutzt. Mit dem umfassenden Programm „klima:aktiv solarwärme“ soll deren Einsatz vor allem in Geschosswohnbauten sowie im Hotel- und Gastgewerbe ausgeweitet werden.

Das Interesse am Programm, das erst ein halbes Jahr läuft, sei beachtlich, heißt es in einer Pressemitteilung des AEE INTEC – Institut für nachhaltige Technologien. Die solarwärme Info-Hotline sei in den letzten sechs Monaten mehr als fünfhundert Mal von interessierten Bürgern und Betrieben kontaktiert worden. Auf die Homepage sei seit Programmbeginn 70.000 Mal zugegriffen worden. „Die 30.000 Solarbroschüren und Folder waren nach fünf Wochen vergriffen, wir mussten bereits nachdrucken“, freut sich Christian Fink, Leiter des Programms klima:aktiv solarwärme.

Beratung und Schulung für Profis

Erste wirtschaftliche Erfolge zeige das Programm im Wohnungsbau. Mit fünf ausführlichen Planungsberatungen bei Wohnbauträgern sei die Ausschreibung von thermischen Solaranlagen mit einer Gesamtfläche von rund 800 Quadratmetern (Investitionsvolumen 400.000 Euro) ausgelöst worden, darunter eine Anlage zur solaren Kühlung. „Für Handwerker und Energieberater bieten wir spezielle Solarschulungen an, um sich für den wachsenden Solarmarkt zu rüsten. Im heurigen Jahr wurden bereits 150 Fachleute intensiv geschult“, berichtet Robert Kanduth, Obmann des Verbandes Austria Solar.

Programm auf breiter Basis

Das Solarwärmeprogramm stehe nach einem halben Jahr Laufzeit bereits auf einer breiten Basis. In Tirol und Wien würden gemeinsame Aktionen mit den Landeskampagnen „Ja zu Solar“ und „Sonne für Wien“ durchgeführt, die beide ebenfalls in diesem Jahr begannen. Der bundesweite „Tag der Sonne“ am 20. Mai wird von neun Organisationen unterstützt, darunter das Klimabündnis Österreich, die Umweltberatung und die Innung der Installateure. Bis Jahresende seien weitere Kooperationen mit Schwerpunkten im Geschosswohnbau und im Hotel- und Gastgewerbe geplant.

Nähere Informationen zum Programm bei der solarwärme Info-Hotline unter der Telefonnummer 03112 588612 (Montag bis Freitag von 8:30 bis 12 Uhr) oder im Internet unter www.solarwaerme.at.

22.04.2005   Quelle: AEE INTEC – Institut für nachhaltige Technologien   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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