Sunways AG: Umsatz im ersten Quartal steigt um rund 50 Prozent

Mit einem Umsatzanstieg von nahezu 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist die Konstanzer Sunways AG (ISIN DE0007332207, ISIN DE000A0BNPN0) erfolgreich in das Jahr 2005 gestartet. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt nach Angaben des Unternehmens plus 0,3 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr strebt Sunways eine Umsatzsteigerung um…

Mit einem Umsatzanstieg von nahezu 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist die Konstanzer Sunways AG (ISIN DE0007332207, ISIN DE000A0BNPN0) erfolgreich in das Jahr 2005 gestartet. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt nach Angaben des Unternehmens plus 0,3 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr strebt Sunways eine Umsatzsteigerung um einen zweistelligen Prozentsatz und ein deutlich positives Ergebnis an.   Vom Januar bis zum März 2005 habe die Sunways AG einen Umsatz von 15,4 Millionen Euro erwirtschaftet (Vorjahr: 10,5 Millionen Euro). Dies entspreche einem Anstieg von nahezu 50 Prozent. Zirka 31 Prozent des Umsatzes stammen aus dem Geschäftsfeld Solarzellen (Vorjahr: 41 Prozent), 69 Prozent aus dem Geschäftsbereich Solarsysteme und -projekte (Vorjahr: 59 Prozent).

Obwohl das erste Quartal in der Solarbranche erfahrungsgemäß das schwächste sei habe sich für Sunways erstmals bereits nach drei Monaten ein positives EBIT ergeben. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag laut Sunways bei plus 0,7 Millionen Euro (Vorjahr: plus 0,2 Millionen Euro). Dies habe zu einem ausgeglichenen Konzernergebnis geführt. (Vorjahr: Fehlbetrag minus 0,2 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 0,0 Euro (Vorjahr: minus 0,02 Euro).

Neue Solarzellenfabrik soll ab zweiter Jahreshälfte produzieren

Sunways Vorstand Roland Burkhardt nennt als Grund für die erfreuliche Entwicklung den Umsatzzuwachs im Systemgeschäft und die positive Entwicklung des Wechselrichtergeschäftes an. Die Solarzellenproduktion sei bis Ende 2005 ausverkauft, die Aufträge reichten bis ins Jahr 2006 hinein. „Alleine die inländischen Nachfrage ist so groß, dass wir unsere Partner aus dem Ausland zur Zeit nicht in vollem Maße bedienen können“, so Burkhardt. Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich zum 31. März 2005 auf 128 (Vorjahr: 103). Burkhardt bestätigte das Ziel des Unternehmens, den Umsatz im Geschäftsjahr 2005 um einen zweistelligen Prozentbetrag zu steigern. Zudem werde der Vertrieb in Spanien ausgebaut. Der Bau der neuen Produktionsstätte in Arnstadt / Thüringen mit einer Produktionskapazität von 30 Megawatt schreite planmäßig voran. Hier sollen ab der zweiten Jahreshälfte 2005 mono- und multikristalline Solarzellen produziert werden. Am Standort Konstanz will sich die Sunways AG verstärkt als Hersteller von Spezialzellen positionieren. An beiden Standorten können laut Sunways Solarzellen im Format 156 x 156 mm produziert werden und so technologisch anspruchsvolle Kundenwünsche realisiert werden.

Kooperationsvertrag für den Einstieg in die Dünnschichttechnologie

Mit der Unaxis Balzers AG (Liechtenstein) hat Sunways einen Kooperationsvertrag geschlossen mit dem Ziel, gemeinsam innerhalb von zwei Jahren eine Produktionsanlage für die Herstellung von Solarzellen auf Basis der Dünnschichttechnologie aufzubauen. Das berichtet die Sunways AG in einer Ad-hoc-Mitteilung. Mit dem Einstieg in die Dünnschichttechnologie will die Sunways AG ihre Produktpalette erweitern. Die Unaxis Balzers AG ist laut Sunways Technologieführer im Bereich der Vakuumbeschichtung und der Herstellung von Produktionsmaschinen für die Vakuumbeschichtung. Unaxis beschäftige mehr als 6.800 Mitarbeiter weltweit und habe 2004 einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro erzielt.

Bei der Produktion herkömmlicher Zellen werden einviertel Millimeter dicke Siliziumscheiben aus Siliziumkristallen geschnitten und zu Solarzellen weiterverarbeitet. Bei der Dünnschicht-Technologie hingegen wird gasförmiges Silizium direkt auf die Glasscheibe aufgedampft, die das spätere Modul darstellt. Daher wird bei der Herstellung von Solarmodulen auf Dünnschichtbasis wesentlich weniger Silizium benötigt als bei der Produktion mono- und multikristalliner Solarzellen. Zusätzlich wird die Zahl der Prozessschritte deutlich verringert.

20.05.2005   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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