EU-Parlament wird Richtlinie zum Heizen und Kühlen mit erneuerbaren Energien beraten

Mechtild Rothe, Mitglied des Europäischen Parlaments, kündigte am 07.06.2005 an, dass sie Berichterstatterin für den Initiativreport des Europaparlaments zur Heizung und Klimatisierung mit erneuerbaren Energien wird. Die Europaparlamentarierin hatte den Bericht selbst angeregt und soll dem für die Energiepolitik zuständigen Komitee im Herbst 2005 einen Entwurf vorlegen. Das berichtet die…

Mechtild Rothe, Mitglied des Europäischen Parlaments, kündigte am 07.06.2005 an, dass sie Berichterstatterin für den Initiativreport des Europaparlaments zur Heizung und Klimatisierung mit erneuerbaren Energien wird. Die Europaparlamentarierin hatte den Bericht selbst angeregt und soll dem für die Energiepolitik zuständigen Komitee im Herbst 2005 einen Entwurf vorlegen. Das berichtet die Europäische Solarwärmeindustrievereinigung ESTIF in einer Pressemitteilung.
  Rothe wird ihre Initiative auf der 2. Internationalen Solarwärmekonferenz estec2005 vom 21. bis 22. Juni in Freiburg präsentieren. Zum Programmpunkt „Policies for solar thermal – a challenge for Europe“ sprechen auch Karl Kellner als Vertreter der EU-Kommission und Rainer Hinrichs-Rahlwes vom Bundesumweltministerium (BMU). Die Online-Registrierung ist möglich bis 15.06.2005, so die ESTIF.

Breite Unterstützung für Forderung nach einer EU-Richtlinie

Mechtild Rothe gehört dem EU-Parlament seit 1984 an. Sie ist stellvertretende Vorsitzende der Gruppe der SPD-Abgeordneten in der Fraktion der Sozialdemokratischen Partei Europas und Präsidentin das „European Forum for Renewable Energy Sources“ (EUFORES) mit Sitz in Luxemburg. Rothe drängte bereits vor der Europawahl im Mai 2004 auf eine europäische Richtlinie zur Heizung und Kühlung mit Solarwärme, Biomasse und Erdwärme. Die ESTIF und der Europäische Rat für Erneuerbare Energien (EREC) haben im April 2005 eine gemeinsame Erklärung mit der Forderung nach einer Richtlinie veröffentlicht, um die Heizung und Kühlung mit erneuerbaren Energien zu fördern. Der gemeinsame Aufruf habe die möglichen Inhalte einer solchen Richtlinie aufgezeigt und sei von über 40 Organisationen, Institutionen und Unternehmen unterstützt worden, die Millionen Bürger und Hunderttausende Arbeitsplätze vertreten, so die ESTIF. Die Zahl der Unterstützer wachse ständig, wie auf der Internetseite der gemeinsamen Erklärung zu verfolgen sei.

Weitere Informationen zur „Joint Declaration for a European Directive to promote Renewable Heating and Cooling“ unter www.erec-renewables.org/publications/RES_heating_cooling.htm
zur internationalen Solarwärmekonferenz unter estec2005 und zur ESTIF unter www.estif.org.

10.06.2005   Quelle: ESTIF   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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