Greenpeace kritisiert US-Position zum Klimaschutz auf G8-Gipfel

Zum ersten Mal werden sich die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industriestaaten und Russlands auf einem G8-Gipfel im großen Stil mit dem Klimaschutz beschäftigen. Ein Konflikt zeichne sich für den Gipfel vom 6.-8. Juli 2005 im schottischen Gleneagles bereits ab, berichtet die Umweltorganisation Greenpeace in einer Pressemitteilung: Die USA hätten signalisiert, dass sie in […]

Zum ersten Mal werden sich die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industriestaaten und Russlands auf einem G8-Gipfel im großen Stil mit dem Klimaschutz beschäftigen. Ein Konflikt zeichne sich für den Gipfel vom 6.-8. Juli 2005 im schottischen Gleneagles bereits ab, berichtet die Umweltorganisation Greenpeace in einer Pressemitteilung: Die USA hätten signalisiert, dass sie in einer gemeinsamen Erklärung keine eindeutigen Aussagen zulassen wollten, dass der Ausstoß von Treibhausgasen der Hauptgrund für den weltweiten Klimawandel sei. 

Klimakatastrophe ist zentrales Problem für Afrika

Diese Weigerung sei für das zweite große Thema des Gipfels von besonderer Bedeutung, der finanziellen Hilfe für Afrika. Denn finanzielle Unterstützung als klassische politische Maßnahme reiche nicht mehr aus, wenn die Klimakatastrophe als erhebliches Problem für Afrika ignoriert wird. So stellt Greenpeace in einer Koalition von 18 Hilfs- und Umweltorganisationen in dem Bericht „Africa – Up in Smoke“ fest, dass der Kontinent wesentlich anfälliger für Wetterextreme sei als viele andere Regionen der Welt.

„Wenn sich Industrieländer also einer starken internationalen Klimapolitik verweigern, um ihr ‚Weiter so‘ zu verteidigen und weiterhin die meisten Treibhausgase erzeugen zu können, machen sie sich an Afrika und seinen Menschen schuldig, egal was sie ansonsten an wohlklingenden Hilfsmaßnahmen in Aussicht stellen“, heißt es in der Greenpeace-Pressemitteilung.

04.07.2005   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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