Allgäu: Millioneninvestitionen in Altbausanierung und Solartechnik

Ein bundesweiter Vergleich ergab, dass im Allgäu seit dem Jahr 2001 zusätzliche Investitionen für Altbausanierung und Solarwärme in Höhe von knapp 55 Millionen Euro getätigt wurden. Das berichtet das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) in einer Pressemitteilung. Die Daten stammen laut eza! aus dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm, der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau…

Ein bundesweiter Vergleich ergab, dass im Allgäu seit dem Jahr 2001 zusätzliche Investitionen für Altbausanierung und Solarwärme in Höhe von knapp 55 Millionen Euro getätigt wurden. Das berichtet das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) in einer Pressemitteilung. Die Daten stammen laut eza! aus dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm, der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und aus dem Marktanreizprogramm (MAP) des Bundes für Solarwärmeanlagen.
  In beiden Förderprogrammen weise das Allgäu eine besonders hohe Zahl bewilligter Anträge aus. Das sei ein beachtlicher Erfolg, der zu einem großen Teil auf die Experten des gemeinnützigen eza! zurückzuführen sei. In der Untersuchung der Anträge pro Einwohner belegen laut eza! die Landkreise Lindau und Ostallgäu beim CO2-Gebäudesanierungsprogramm im bundesweiten Vergleich die beiden ersten Plätze. Auch die Landkreise Oberallgäu (9) und Unterallgäu (12) lägen mit an der Spitze. Bei den durch diese Förderung ausgelösten Investitionen übertreffe das vom eza! betreute Gebiet den bayerischen Durchschnitt um mehr als 36 Millionen Euro. „Das ist auf unsere Kampagnen und unsere umfassende Beratungstätigkeit mit mehr als 2.000 persönlichen Energieberatungen pro Jahr zurückzuführen“, erläutert eza!-Geschäftsführer Martin Sambale die Zahlen.

Überdurchschnittlich viele neue Solarwärmeanlagen im Allgäu

Vergleichswerte bei Solaranlagen spiegelten die Spitzenposition des Allgäus genauso deutlich wider: Über das bundesweite „Marktanreizprogramm Solarthermie“ wurden seit Oktober 1999 bundesweit über 500.000 Solaranlagen gefördert. Allein in der Zeit von 2001 bis 2004 haben die Allgäuer 18 Millionen Euro mehr in neue Solarwärmeanlagen als der bayerische Durchschnitt investiert. „Diese Werte zeigen, dass sich die Arbeit von eza! nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch lohnt“, freut sich Dr. Ulrich Netzer, Oberbürgermeister der Stadt Kempten und Vorsitzender der eza!-Gesellschafterversammlung. Ein Erfolgsgeheimnis ist laut eza!-Chef Sambale die enge Zusammenarbeit mit den Medien. Das habe sich besonders bei den Allgäuer Altbautagen gezeigt. Dort würden jährlich rund 10.000 Besucher umfassend zu energierelevanten Themen informiert.

eza!, das Energie- und Umweltzentrum Allgäu, ist eine gemeinnützige GmbH zur Förderung erneuerbarer Energien und effizienter Energienutzung. Es wird getragen von Kommunen, Wirtschaft und Initiativen im Allgäu. Seine Dienstleistungen sind unter anderem die eza!-energieberatung mit 39 Energieberatungsstellen und jährlich über 2.000 persönlichen Beratungen, eza!-partner, ein Netzwerk aus über 120 Architekten, Ingenieuren, Baufirmen und Handwerkern, eza!-bildung mit bundesweit gefragten Kursen und das eza!-energiemanagement, das 100 kommunale Liegenschaften betreut. Die Arbeit von eza! und die Sanierung eines Altbaus zum Energiedemonstrationsgebäude (eza!-haus) wurde in den Jahren 2000 bis 2004 mit Mitteln der „High-tech-Offensive Zukunft Bayern“ gefördert. Weitere Informationen unter http://www.eza-allgaeu.de .

06.07.2005   Quelle: Energie- und Umweltzentrum Allgäu; pts   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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