NABU warnt vor Vernachlässigung der Umweltpolitik

Der Naturschutzbund NABU hat anlässlich der Vorstellung des so genannten Kompetenzteams für den Wahlkampf von Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel am heutigen Mittwoch vor einer Vernachlässigung des Umwelt und Naturschutzes gewarnt. „Umwelt ist bei der Union wieder mal nur Randthema“, kritisierte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Es sei mehr als enttäuschend, dass das Umweltressort im Wahlkampfteam von Frau Merkel […]

Der Naturschutzbund NABU hat anlässlich der Vorstellung des so genannten Kompetenzteams für den Wahlkampf von Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel am heutigen Mittwoch vor einer Vernachlässigung des Umwelt und Naturschutzes gewarnt. „Umwelt ist bei der Union wieder mal nur Randthema“, kritisierte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Es sei mehr als enttäuschend, dass das Umweltressort im Wahlkampfteam von Frau Merkel nicht eigenständig besetzt sei.   Die Union habe aus der Wahlniederlage von 2002 anscheinend nichts gelernt und stelle Umweltbelange erneut hinten an. Der NABU fordert auch unter einer möglichen unionsgeführten Regierung ein eigenständiges Umweltministerium.

Umweltschutz soll zentrale Rolle in der Bundespolitik spielen

„Nach der Jahrhundertflut vor drei Jahren und fast zwanzig Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sollten die Christdemokraten eigentlich wissen, dass der Schutz von Mensch und Natur kein Randthema sein darf“, so der NABU-Präsident weiter. Schließlich sei es die Union gewesen, die nach Tschernobyl überhaupt erst ein eigenständiges Umweltministerium ins Leben gerufen hatte. Allein vor dem Hintergrund zahlreicher internationaler Umweltabkommen, allen voran das Kyoto-Protokoll, sollte Frau Merkel als frühere Bundesumweltministerin wissen, dass Umweltschutz eine zentrale Rolle in der Bundespolitik spielen müsse, heißt es in der NABU-Pressemitteilung.

Der NABU warnte die politisch Verantwortlichen davor, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten den Umwelt- und Naturschutz zu vernachlässigen. Das sei nicht nur unverantwortlich gegenüber den nachfolgenden Generationen, sondern auch ignorant gegenüber den Interessen von Millionen Wahlberechtigten sowie 1,5 Millionen Menschen, die derzeit im Umweltbereich tätig seien. „Der Schutz von Natur und Umwelt ist kein Luxusproblem“, betonte Tschimpke.

18.08.2005   Quelle:   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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