Strompreiserhöhungen: BEE widerspricht RWE und E.ON!

Erneuerbare Energien sind nach Angaben des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) nicht verantwortlich für die aktuellen Strompreiserhöhungen. „Es ist falsch und dreist von E.ON und RWE, ihre geplanten Strompreiserhöhungen mit der Öko-Stromeinspeisung in Verbindung zu bringen“, sagt BEE-Geschäftsführer Milan Nitzschke. Die Konzerne wollten damit offensichtlich von ihren satten Unternehmensgewinnen ablenken, die sie nach der letzten Preiserhöhung […]

Erneuerbare Energien sind nach Angaben des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) nicht verantwortlich für die aktuellen Strompreiserhöhungen. „Es ist falsch und dreist von E.ON und RWE, ihre geplanten Strompreiserhöhungen mit der Öko-Stromeinspeisung in Verbindung zu bringen“, sagt BEE-Geschäftsführer Milan Nitzschke. Die Konzerne wollten damit offensichtlich von ihren satten Unternehmensgewinnen ablenken, die sie nach der letzten Preiserhöhung eingefahren haben, so Nitzschke.   Die aktuellen Strompreissteigerungen könnten mit vielem begründet werden. An den Erneuerbaren Energien liege es aber auf jeden Fall nicht.

Stromversorger haben von den Verbrauchern schon 2003 und 2004 zu viel für den Stromanteil aus Erneuerbaren kassiert

Die Branche der Erneuerbaren Energien fordert die Genehmigungsbehörden der Bundesländer jetzt auf, gegen willkürliche Preisfestsetzungen vorzugehen. „Derartige Tariferhöhungen dürfen nicht genehmigt werden“, fordert Nitzschke. Bereits in den Jahren 2003 und 2004 hätten die Stromversorger in der gesamten Bundesrepublik von den Verbrauchern zu viel für den Stromanteil aus Erneuerbaren Energien kassiert. „Diese ungerechtfertigten Erträge in Höhe von insgesamt 500 Mio. Euro gehören den Verbrauchern, sind aber bisher nicht zurückbezahlt oder verrechnet worden“, stellt Nitzschke fest. „Als Faustformel gelte für 2005: Wer in diesem Jahr eine Umlage für Strom aus Erneuerbaren Energien von mehr als 0,54 Cent pro Kilowattstunde bezahlt (für einen Durchschnittshaushalt sind das etwa 1,80 Euro im Monat), wird abgezockt“, so der BEE-Geschäftsführer. Für RWE-Kunden liege die Umlage bereits seit Juli um 20 Prozent über diesem Wert. E.ON ziehe gerade nach.

Erneuerbare Energien künftig Preisbremse für teurer werdenden fossilen und atomaren Strom

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland gehe weiter voran, betont Nitschke: „In diesem Jahr konnte die Strommenge aus Wind, Wasser, Sonne, Erdwärme und Bioenergie erneut um 15 Prozent gesteigert worden. Zusätzliche Kosten für die Verbraucher ergeben sich daraus aber nicht.“ Im Gegenteil stelle sich immer mehr heraus, dass Erneuerbare Energien künftig die Preisbremse für den teurer werdenden Strom aus Kohle, Gas und Kernkraft darstellten. „Die Menge von sauberem Strom steigt – nicht aber die Kosten!“, so der BEE.

Mehrkosten für die Verbraucher liegen bei 2,8 Prozent des Gesamtstrompreises

Entscheidend für Mehrkosten der Verbraucher sei die Differenz zwischen der Vergütung des Erneuerbare-Energien-Stroms und dem Preis für Strom aus Kohle, Gas und Uran. „Die Kostendifferenz sinkt stetig. Während die Preise für herkömmlichen Strom steigen, sind für Erneuerbare Energien per Gesetz sinkende Vergütungen vorgeschrieben. Heute stammen von jeder Kilowattstunde, die aus der Steckdose kommt, über zehn Prozent aus Erneuerbaren Energien. Dennoch liegen die sogenannten Mehrkosten für die Verbraucher bei gerade mal bei 2,8 Prozent des Gesamtstrompreises, den die Tarifkunden bezahlen“, rechnet Nitzschke vor.

06.10.2005   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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