CSU-Umweltexperte würdigt Sonnenhaus-Konzept

Henning Kaul, CSU-Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz, hat am 27. September das Sonnenhaus-Institut e.V. in Straubing besucht. Kaul habe die „ansprechende und ästhetische“ Architektur des Sonnenhauses Diergardt, in dem das Informationsgespräch mit den Vorstandsmitgliedern Georg Dasch und Andreas Schuster stattfand, berichtet das Institut in einer Pressemitteilung.  Zugleich begrüßte Kaul es, dass […]

Henning Kaul, CSU-Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz, hat am 27. September das Sonnenhaus-Institut e.V. in Straubing besucht. Kaul habe die „ansprechende und ästhetische“ Architektur des Sonnenhauses Diergardt, in dem das Informationsgespräch mit den Vorstandsmitgliedern Georg Dasch und Andreas Schuster stattfand, berichtet das Institut in einer Pressemitteilung.  
Zugleich begrüßte Kaul es, dass sich das Haus so gut in die Siedlung integriere. „Sonst habe ich oft Futuristisches gesehen, das deshalb häufig nicht akzeptiert wird. Da halte ich dies für den richtigen Weg“, so der CSU-Landtagsabgeordnete. Beeindruckt habe Kaul sich davon gezeigt, dass der Primärenergiebedarf nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) beim Sonnenhaus lediglich ein Fünftel des Bedarfs von Passivhäusern beträgt. Durch eine Diplomarbeit an der Universität Regensburg sei dies wissenschaftlich belegt, so Dasch.

Georg Dasch: „Wärmepumpe ist keine Lösung“

Der Solararchitekt nutzte die Gelegenheit, auf ein Thema einzugehen, das ihm ein besonderes Anliegen ist, die Reduzierung des Strombedarfs im Wohnungsbau. „Elektrische Wärmepumpen sind keine Lösung unseres Energieproblems“, betonte der erste Vorsitzende des Sonnenhaus-Instituts e.V. Nach seinen Recherchen entfallen in Deutschland derzeit rund 34 Prozent des gesamten Energieverbrauchs auf die Beheizung von Gebäuden. Der Energieverbrauch für die Stromerzeugung betrage etwa 45 Prozent. Beim Heizen mit elektrischen Wärmepumpen werde das Verbrennen von fossilen Rohstoffen lediglich vom Heizungskeller in das Kraftwerk verlagert. Eine Energieeinsparung sei damit nicht möglich. „Die Energieversorger haben schon jetzt ein Monopol. Wenn wir auch noch elektrisch heizen, stärken wir lediglich die Marktmacht der Energieversorger“, gab Dasch zu bedenken. „Volkswirtschaftlich und ökologisch ist das Heizen mit elektrischen Wärmepumpen unsinnig“, so Dasch.

Neue Kampagne: „Oil of Bayerwald“

Andreas Schuster vom Sonnenhaus-Institut stellte die Kampagne „Oil of Bayerwald“ vor, die in diesen Wochen startet. Ziel ist, über eine unabhängige und zukunftsfähige Energieversorgung aus der Region zu informieren. Gleichzeitig wolle man aufzeigen, dass eine Versorgung allein aus Holz auch in waldreichen Gegenden wie dem Bayerischen Wald nicht möglich ist. Die Kombination mit Solartechnik ebenso wie Wärmedämmung seien daher erforderlich. Weiterhin informierte Schuster über die markenrechtliche Eintragung des Begriffs „Sonnenhaus-Institut“. Diplom-Ingenieur Kaul fühlte sich bei seinem Besuch im Sonnenhaus Diergardt an sein eigenes Domizil erinnert: „Mein Haus ist auch das einzige mit Solaranlage in der Siedlung“. Auf seinem Neubau im fränkischen Alzenau sind eine 1,2 kWp-Solarstromanlage und 18 Quadratmeter Sonnenkollektoren installiert.

11.10.2005   Quelle: Sonnenhaus-Institut e.V.   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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