REpower-Chef fordert politische Unterstützung für Ausbau der Offshore-Windenergienutzung

Der REpower-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Fritz Vahrenholt stellte in seinem Beitrag bei einer Podiumsdiskussion auf der am 26.10.2005 beginnenden „Copenhagen Offshore Wind“ (bis 28. Oktober) Forderungen an Politik und Wirtschaft, damit der Offshore-Ausbau der Windenergie auch in Deutschland vorangetrieben werden könne.  Unter anderem sollten die Kosten für die Kabelanbindung der Offshore-Windparks an das Festland – wie […]

Der REpower-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Fritz Vahrenholt stellte in seinem Beitrag bei einer Podiumsdiskussion auf der am 26.10.2005 beginnenden „Copenhagen Offshore Wind“ (bis 28. Oktober) Forderungen an Politik und Wirtschaft, damit der Offshore-Ausbau der Windenergie auch in Deutschland vorangetrieben werden könne.  Unter anderem sollten die Kosten für die Kabelanbindung der Offshore-Windparks an das Festland – wie bei anderen Kraftwerken auch – von den Energieversorgern selbst übernommen werden, fordert Vahrenholt. Auch müsste eine kommende Große Koalition die Bedingungen für den deutschen Offshore-Ausbau verbessern.

Windstrom zu wettbewerbsfähigen Preisen

In Anwesenheit geladener Gäste, darunter der stellvertretende dänische Premierminister Bendt Bendtsen und Kronprinz Frederik von Dänemark, machte Vahrenholt deutlich, dass der Ausbau der Offshore-Windenergie eine Chance sei, die nicht verspielt werden dürfte. „Es hat einige Jahre gedauert von der Entwicklung bis zur Inbetriebnahme unseres Offshore-Prototyps an Land, der REpower 5M. Seither hat sie bereits weit über sieben Millionen Kilowattstunden Leistung zuverlässig erzeugt. Wir sind bereit für den Offshore-Einsatz, um schnellstmöglich Windstrom zu wettbewerbsfähigen Preisen produzieren zu können. Das Potenzial allein in Deutschland beträgt 30.000 Megawatt; Wir haben keine Zeit zu verlieren“, so Vahrenholt.

Energieversorger sollen Netzanbindung bezahlen

Vahrenholt forderte auch Unterstützung seitens der Energieversorgungsunternehmen: „Die umweltpolitisch gewollte Entfernung von 40 bis 50 Kilometern zur Küste verteuert die Netzanbindung. In Deutschland plädiere ich dafür, dass die Energieversorger generell diese Kosten übernehmen, was wiederum die Einspeisungstarife um bis zu 30 Prozent senken kann. Diese Kosten dürfen nicht zu Lasten der Investoren gehen. Die Netzanbindung zu sämtlichen Kohle-, Gas- und Kernkraftwerken werden ja auch von den Stromversorgern getragen und auf die Durchleitungsentgelte umgelegt. Es darf hier keine Schlechterstellung der Windenergie geben“, so Vahrenholt.

Langwierige Genehmigungsverfahren bremsen die Windenergie

Der REpower-Vorstandsvorsitzende kritisierte zudem, dass besonders in Deutschland der notwendige Offshore-Ausbau durch teils langwierige Genehmigungsverfahren für die Kabeltrassen immer noch zu langsam vorankäme. „Noch steht keine einzige Windkraftanlage in deutschen Gewässern. Eine große Koalition muss hier verbesserte Bedingungen schaffen, denn die Windenergie ist der einzige Energieträger, der mit sinkenden Kosten rechnen kann, CO2-frei ist und uns zugleich unabhängiger von Energieimporten macht. Ich wünsche mir, dass die Energieversorger diese Forderung an die Politik mittragen – auch und gerade, da sie sich an Offshore-Windparks beteiligen.“

Wind-Testfelder in Schottland und in heimischen Gewässern

REpower will erstmals im Sommer 2006 mit zwei 5M-Anlagen im Ausland zu Wasser gehen: In 44 Meter Wassertiefe, im schottischen Moray Firth, soll ein Wind-Testfeld in dem Ölfeld „Beatrice“ entstehen. Auch an Land beabsichtigt REpower seine 5M mit weiteren Teststandorten „seetüchtig“ zu machen. In heimischen Gewässern werden 2007 voraussichtlich 12 Anlagen an das Netz gehen. REpower liefere als Mitglied der kürzlich gegründeten deutschen Offshore-Stiftung, in der Verbände und großen Energieversorger oder das Bundesumweltministerium und Vertreter der deutschen Küsten-Bundesländer vereinigt sind, vier 5M für ein genehmigtes Testfeld vor der Nordseeinsel Borkum.

26.10.2005   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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