Bundeswirtschaftsminister Glos begrüßt Einigung im Gasstreit

„Ich begrüße die zwischen Russland und der Ukraine erfolgte Einigung über die Bedingungen der künftigen Gaslieferungen“, erklärte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos. „Nicht zuletzt die intensiven Bemühungen Deutschlands und seiner EU-Partnerländer um die Sicherstellung der Gasversorgung für Deutschland und Westeuropa mit russischem Gas dürften hierzu beigetragen haben“, so Glos in einer Pressemitteilung.  Gleichzeitig sei aber bedauerlich, dass […]

„Ich begrüße die zwischen Russland und der Ukraine erfolgte Einigung über die Bedingungen der künftigen Gaslieferungen“, erklärte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos. „Nicht zuletzt die intensiven Bemühungen Deutschlands und seiner EU-Partnerländer um die Sicherstellung der Gasversorgung für Deutschland und Westeuropa mit russischem Gas dürften hierzu beigetragen haben“, so Glos in einer Pressemitteilung.  Gleichzeitig sei aber bedauerlich, dass es in diesem Jahr – wie bereits in der Vergangenheit – erneut zu einem Konflikt zwischen beiden Ländern über die Höhe des Gaspreises habe kommen müssen, der sich auf die Gasversorgung in Deutschland und anderen EU-Staaten ausgewirkt habe. „Die russischen Gaslieferungen erfolgten in der Vergangenheit weitgehend zuverlässig und ich hoffe sehr, dass der Konflikt jetzt endgültig beigelegt ist. Er sollte aber Anlass geben, grundsätzlich darüber nachzudenken, wie wir unsere Energieversorgung längerfristig stärker mit in Deutschland verfügbaren Energiequellen sicherstellen können“, so der Bundeswirtschaftsminister weiter. Der Energiegipfel bei Bundeskanzlerin Merkel gebe Gelegenheit, all diese Fragen sachlich und vorbehaltlos zu erörtern.

„Danken möchte ich schließlich den deutschen Gasversorgungsunternehmen, die alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet haben, um angemessen auf die Situation reagieren zu können. Sie haben gezeigt, dass sie ihren Versorgungsauftrag verantwortungsvoll wahrnehmen“, lobt Glos.

Deutschland bezieht laut Bundeswirtschaftsministerium zirka 36 % (rund 40 Milliarden Kubikmeter) seines jährlichen Gasbedarfs aus Russland. Davon werden knapp 30 % über die Ukraine-Leitung nach Deutschland transportiert. Gas spiele im Energiemix Deutschlands auch unter CO2-Gesichtspunkten eine wichtige Rolle (22 %-Anteil am Primärenergieverbrauch mit zunehmender Tendenz, neben Öl 36 %, Kohle 25 % und Kernenergie 13 %).

04.01.2006   Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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