Hessen: Gesetzesinitiative der GRÜNEN zum Heizen mit Holz

Durch eine Gesetzesinitiative will die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erreichen, dass Holz in Hessen stärker als bisher zur Energiegewinnung eingesetzt wird. Umweltminister Dietzel (CDU) werfen sie vor, nicht genügend zu tun, um durch den verstärkten Einsatz von Holz einer unabhängigen und sicheren Energiegewinnung näher zu kommen.   DIE GRÜNEN fordern, dass der Landesbetrieb Hessen […]

Durch eine Gesetzesinitiative will die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erreichen, dass Holz in Hessen stärker als bisher zur Energiegewinnung eingesetzt wird. Umweltminister Dietzel (CDU) werfen sie vor, nicht genügend zu tun, um durch den verstärkten Einsatz von Holz einer unabhängigen und sicheren Energiegewinnung näher zu kommen.
  DIE GRÜNEN fordern, dass der Landesbetrieb Hessen Forst als größter Waldbewirtschafter Hessens zusammen mit Kommunen und privaten Waldbesitzern ein Konzept entwickelt, um dem steigenden Bedarf an Energieholz nachkommen zu können. Der Gesetzesentwurf wird während der Plenarsitzung in der 8. Kalenderwoche debattiert.

60 Prozent des zur Verfügung stehenden Holzes noch nicht genutzt

„1,7 Millionen Kubikmeter Holz stehen pro Jahr bei nachhaltiger Nutzung als Energieholz aus hessischen Wäldern zur Verfügung und können ohne Kahlschläge genutzt werden. Zudem werden die Potenziale noch nicht ausgeschöpft“, sagt der forstpolitische Sprecher der hessischen GRÜNEN, Martin Häusling. Ein größerer Teil der Äste und kleinen Bäume, die bisher im Wald liegen bleiben, könnten zusätzlich verwendet werden. Zwar sei der Absatz von 100.000 Festmetern im Jahr 2000 auf 350.000 Festmeter im Jahr 2005 gestiegen, aber 60 Prozent des zur Verfügung stehenden Holzes würden noch nicht genutzt. Experten erwarteten, dass der Trend zum Heizen mit Holz noch steigen werde, aber die Forstämter seien nicht darauf vorbereitet, diesen Bedarf zu erfüllen. „Die Bürgerinnen und Bürger suchen Alternativen zu Öl und Gas und könnten sie in den hessischen Wäldern finden. Anstatt diese Trendwende zu unterstützen, vernachlässigt Umweltminister Dietzel sie sträflich. Die Ausbildung der Hessen an der Motorsäge zum Selbstsägen von Brennholz kann keine Antwort sein“, kristisiert Martin Häusling, einen Vorschlag von Minister Dietzel (CDU).

Energieholz für hessische Kommunen und Hausbesitzer

Nach den Vorstellungen der GRÜNEN sind de Forstämter gefordert, diesen neuen Markt als wichtigen zukunftsfähigen Wirtschaftsbereich zu erkennen. Dabei müsse die sichere Energieversorgung vor Ort Vorrang haben vor zum Beispiel einer Holzlieferung an die Zellstoffindustrie. „Wenn HessenForst Baumstämme nach China liefern kann, sollte und muss es auch möglich sein, hessischen Kommunen und Hausbesitzern verlässlich Energieholz zu liefern. In der Region ‚Bioregio Knüll&‘ gibt es bereits Erfolg versprechende Modellprojekte – diese müssen landesweit umgesetzt werden“, so die GRÜNEN.

22.02.2006   Quelle: Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im hessischen Landtag   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

Schließen