Solarmodule: ErSol Solar Energy AG steigt in Dünnschicht-Fertigung ein

Die ErSol Gruppe hat am 30.03.2006 eine Absichtserklärung (Letter of Intent) mit dem Schweizer Unternehmen UNAXIS S.A. über Fertigungsanlagen für Silizium-Dünnschichtmodule unterzeichnet. Das berichtet ErSol in einer Pressemitteilung. Bis 2008 plant die ErSol Gruppe zunächst schrittweise den Aufbau einer Fertigungskapazität für Dünnschichtmodule von 40 MWp pro Jahr.  Dafür sollen in die Produktion in Thüringen über […]

Die ErSol Gruppe hat am 30.03.2006 eine Absichtserklärung (Letter of Intent) mit dem Schweizer Unternehmen UNAXIS S.A. über Fertigungsanlagen für Silizium-Dünnschichtmodule unterzeichnet. Das berichtet ErSol in einer Pressemitteilung. Bis 2008 plant die ErSol Gruppe zunächst schrittweise den Aufbau einer Fertigungskapazität für Dünnschichtmodule von 40 MWp pro Jahr.  Dafür sollen in die Produktion in Thüringen über 80 Millionen Euro investiert und rund 100 neue Dauerarbeitsplätze geschaffen werden. Mittelfristig strebe die ErSol Solar Energy AG eine Kapazitätvon 100 MWp an. Damit leiste ErSol einen erheblichen Beitrag zur Stärkung des Thüringer Solarstandortes. Die Produktion der Dünnschichttechnologie soll in einer eigenständigen Tochtergesellschaft erfolgen und ab Sommer 2007 zum Unternehmensergebnis beitragen. „Die Erweiterung der technologischen Kernkompetenz um diese Silizium sparende Dünnschichttechnologie ist Bestandteil der forcierten Wachstumsstrategie der ErSol Gruppe“, so der Vorstandsvorsitzende Dr. Claus Beneking.

Die ErSol Gruppe werde damit künftig Dünnschichtsolarmodule in einem Vakuumprozess herstellen, dem so genannten PECVD-Verfahren (Plasma Enhanced Chemical Vapour Deposition), auf der Basis von amorphen Silizium. Das amorphe Silizium wird direkt auf einem kostengünstigen Trägermaterial wie leitfähig beschichtetes Glas (Glassubstrat) abgeschieden. In weiteren Produktionsschritten werden ein Rückkontakt aufgebracht und die Schichten mit Laser strukturiert. Die amorphe Siliziumtechnologie zeichne sich dadurch aus, dass ausschließlich Materialien verwendet werden, welche die Umwelt nicht schädigen und nahezu unbegrenzt verfügbar seien.

Erweiterung der Kernkompetenz um Silizium sparende Dünnschichttechnologie

Die aktive Schicht des Dünnschichtmoduls ist um mehr als hundert Mal dünner als bei einem herkömmlichen kristallinen Modul. Damit bieten Photovoltaik-Dünnschichtmodule auf Basis von amorphem Silizium im Vergleich zur konventionellen kristallinen Siliziumtechnologie ein beachtliches Potenzial zur Einsparung des knappen Rohstoffes Silizium. Für die ErSol Gruppe erschließe sich mit dem Einstieg in die Dünnschichttechnologie eine zusätzliche, von der Siliziumverfügbarkeit nahezu unabhängige Wachstumsoption, die dazu noch signifikante Kostensenkungspotenziale aufweise, heißt es in der Pressemitteilung.

30.03.2006   Quelle: ErSol Solar Energy AG   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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