Johanna Solar Technology baut weltgrößte Produktionsstätte für Dünnschicht-Solarmodule

In Brandenburg an der Havel baut die Johanna Solar Technology GmbH in den nächsten Monaten das weltweit größte und modernste Werk für die Fertigung von Solarmodulen auf Basis einer neuen Dünnschicht-Technologie. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit dem ersten Spatenstich feierte das Technologie-Unternehmen am 02.06.2006 den Start für eine der größten Investitionen in […]

In Brandenburg an der Havel baut die Johanna Solar Technology GmbH in den nächsten Monaten das weltweit größte und modernste Werk für die Fertigung von Solarmodulen auf Basis einer neuen Dünnschicht-Technologie. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit dem ersten Spatenstich feierte das Technologie-Unternehmen am 02.06.2006 den Start für eine der größten Investitionen in die Dünnschichttechnologie. 72 Millionen Euro werden nach Angaben des Unternehmens investiert.  Mitte 2007 soll die Produktion starten, geplante Jahreskapazität: 30 Megawatt (MW). Bis 2009 sollen es 60 MW sein. Allein in der ersten Ausbauphase sollen 180 Arbeitsplätze geschaffen werden.

CIGSSe-Module mit hohem Wirkungsgradpotenzial

Bei der neuen, in Südafrika entwickelten und von der Johanna Solar Technology auf Lizenzbasis erworbenen Technologie werden die Stoffe Kupfer, Indium und Gallium sowie Sulfid und Selen (CIGSSe) eingesetzt. „Bei der Herstellung von Solarmodulen können wir auf den noch längerfristig knappen und derzeit teuren Rohstoff Silizium verzichten“, sagt Johanna-Geschäftsführer Jeroen Haberland. „Die derzeit leistungsstärkste Dünnschichttechnologie weist ein hohes Wirkungsgradpotenzial von bis zu 16 Prozent auf“, so Haberland weiter.

aleo solar AG investiert in neue Technologie

Die Johanna Solar Technology GmbH entstand auf Initiative der IFE Projekt- und Beteiligungsmanagement GmbH & Co. KG in Oldenburg. Der Lizenz- und Technologievertrag mit der PTIP Ltd., einem Spin-Off der Universität Johannesburg, enthalte das unbefristete Recht zur Nutzung der Technologie in einer weltweit ersten Fertigungsanlage und zur Vermarktung in Form von Sublizenzen, heißt es in der Pressemitteilung. Ein strategischer Investor ist die aleo solar AG, einer der größten Hersteller von Silizium-Modulen in Deutschland. Das Unternehmen beabsichtigt, einen Teil der Produktion aus Brandenburg unter der Qualitätsmarke aleo zu verkaufen. „Bei der anhaltenden Silizium-Knappheit sind ertragsstarke Dünnschichtmodule eine zukunftssichere Alternative“, sagt Jakobus Smit, Vorstand der aleo solar AG. „Die CIGSSe-Technologie ermöglicht die Herstellung von Produkten, die mit kristallinen Modulen in vielen Parametern wie Wirkungsgrad und Qualität vergleichbar sind“, so Smit weiter. Die Dünnschichtmodule der neuesten Generation lieferten Energie auch bei schwachem Licht, so dass sie – auch bei anfänglich geringeren Wirkungsgraden als kristalline Solarmodule – höhere Erträge als Silizium-basierte Solarmodule aufweisen würden. Sie sind komplett schwarz und wirkten deshalb auch optisch anspruchsvoller als herkömmliche Solarmodule.

„Im Jahr 2010 wird der Marktanteil für Dünnschicht-Module bei neu installierten Solaranlagen bei 20 Prozent liegen. Knapp die Hälfte davon sind dann CIGSSe-Module“, ist sich Johanna-Chef Haberland sicher.

07.06.2006   Quelle: Johanna Solar Technology GmbH   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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